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von Babenberg, dessen Hinrichtung ihm
zur Last gelegt wurde, geziehen. Nach dem
Aussterben der Karolinger beförderte er
die Wahl Konrads zum König und wahrte
sich auch weiter den Einfluß auf die Reierung.
Er vesrite Konres in pfioerr
neigung gegen den Herz inrich von
Sachsen und soll sogar ““— Mordanschlag,
der aber verraten wurde, gegen
diesen geplant haben. Er starb 15. Mai
913. Das Volk bewahrte ihm ein schlimmes
Andenken und erzählte auch von ihm
die Sage, die alledings häusiper auf den
Erzbischof Hatto II. (968—970) bezogen
wird, daß ihn die Mäuse im sogen. Mäuseturm
bei Bingen im Rhein gefressen hätten.
Vgl. J. Heidemann, H. I., Erzbischof
von Mainz *2
ngwitz, Christian August Heinrich
Karl, Graf von, preuß. Staatsmann,
geb. 14. Juni 1752 bei Ols in
Schlesien, studierte zu Halle und Göttingen
die Rechte, machte dann Beisen nach der
Schweiz u. Naalien, wo erdemspätern Kaiser
Leopold II. bekannt wurde, und trat zu
mehreren Schwärmern und Phantasten,
wie Mesmer und dem Grafen Cagliostro,
in Beziehungen. Auf Anraten Leopolds II.
ernannte ihn Friedrich Wilhelm II. 1792
um Gesandten in Wien und im September
. J. zu seinem Kabinettsminister. H. vereinbarte
mit Rußland die zweite polnische
Teilung, schloß 1794, da beider Anmaßung
des Pariser Wohlfahrtsausschusses ein
ehrenvoller Füiede nicht zu erlangen war,
den Haager Subsidienvertrag mit den Seemächten
und bewirkte, als England diesen
nicht hielt, durch den Baseler Frieden 1795
Prufens Rücktritt von der Koalition.
n steter Besorgnis vor Frankreichs wachsender
Macht versuchte er 1798 vergebens,
den König Friedrich Wilhelm zum
Eintritt in das Bündnis gegen Fankrich
zu bewegen, kam aber 1801 den Franzosen
und Russen zuvor, indem er mit Wissen
Englands Hannover besetzte. Als dann
Napoleon 1803 französische Truppen in
Hannover einrücken ließ, drängte H. wieder
zum Krieg, aber ohne Erfolg; nur
so viel erreichte er, daß der König schon
1804 mit Rußland einen geheimen Bundesvertrag
schloß. Allein unmittelbar dar-Haugwitz
—
Häusser.
auf legte er sein Amt nieder, da sein Einfluß
von den gcheimen Kabinettsräten
durchkreuzt wurde.
Die Verletzung preußischen Gebiets
durch französische Truppen gab im Herbst
1805 dem König Veranlasfung, neben
Hardenberg, der damals zu Frankreich
hinmeigte, 8 in das auswärtige Ministerium
zu berufen. Die Folge war der
Abschluß des geheimen Vertrags mit Kaiser
Alexander (3. Nov. 1805). Alsdann
wurde H., um Genugthuung zu fordern,
in Napoleons Hauptquartier geschickt, unterließ
jedoch auf die Kunde von Osterreichs
Unterhandlungen mit Frankreich,
bei Napoleon energische Forderungen u
stellen, die zum Krieg hätten führen müssen,
und ließ sich, als nach der Schlacht
von Austerlitz weder auf Rußlands noch
auf OÖsterreichs Hilfe zu t war, von
Napoleon zu dem ungünstigen Vertrag
von Schönbrunn (15. Dez.) bestimmen,
durch welchen sich Preußen mit Frankreich
verband, Kleve, Ansbach und Neuenburg
abtrat und dafür Hannover erhielt. Ein
weiter, noch ungüngiigerer Vertrag zu
Poris (15. Febr. 1806) erwarb Preußen
auch noch die Feindschaft Großbritanniens.
Nach dem Austritt Hardenbergs leitete H.
allein die uswärtigen Angelegenheiten,
immer im Glauben befangen, daß die Abtretung
Hannovers ernst gemeint sei. Als
Napoleon die Entstehung des Rheinbunds
veranlaßte, war H.vergebens bemüht, einen
norddeutschen Bund zu bilden. Schließlich
veranlaßte die Nachricht, daß Napoleon
Hannover den Engländern angeboten
.t“ Preußen zur Kriegserklärung
an Frankreich. Nach der unglücklichen
Schlacht bei Jena und Auerstädt begleitete
H. den König nach Ostpreußen, forderte
nun seinen Abschied und zog 1 nach
Schlesien zurück. 1820 nahm er seinen
Wohnsitz in Italien und starb 1831 zu
Venedig.
Häusser, Ludwig, deutscher Geschichtschreiber,
geb. 26. Okt. 1818 zu Kleeburg
im Et studierte in Heidelberg
und Jena ologie und Geschichte und
wurde 1840 Privatdozent der Geschichte
in Heidelberg. 1847 trat er in die Redaktion
der -Deutschen Zeitunge ein und