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stimmte den schon vorher gelinden Ton der Kirchendisciplin
auf einen noch gelindern herab, und so sehr sein Name auch
von den roͤmischen Bischoͤfen verwuͤnscht war, die den Titel
dkumenischer Patriarch nicht verstunden, so veranlaßte
doch eben diese seine Schrift eine der wichtigsten Veränderungen
der occidentalischen Kirchendisciplin.
Ein griechischer Mönch Theodor, der ungefähr hundert
Jahre nach dem Patriarch Johann lebte, genießt durch Unterstützung
des römischen Bischofs das unerwartete Glück,
Erzbischof von Canterbury zu werden. Mit der Verfassung
der griechischen Kirche sehr wohl bekannt, suchte er manche
Anstalten derselben auch in der lateinischen gangbar zu machen,
und vorzüglich das Pönitenzwesen auf einen regelmäßigern
Fuß einzurichten. Es schien an Vorschriften zu feblen;
er machte einige derselben, und Johann's Gelindigkeit scheint
er sich zum Muster genommen zu haben, wenn er nicht anders
das ganze Pöônitentialbuch desselben bloß übersetzt hat 2).
das poenitentiale nach seinem Bedurfniß bald erweiterk,
bald in das Kurze gezogen zu haben. Die Verschiedenheit der
Aufschrist der Codd. hat auch manche irre gemacht, ob nicht
Aufsätze zweier verschiedenen Männer einem zugeschrieben würden.
Bei einigen Fragmenten steht Johannes Jejunator, bei
andern Johannes Monachus flius obedientiae. Leo Allatius
de consensu utriusque Eccl. L.. III. c. 17. S. 10.) und Fabricius
(Bibl. Gr. Tom. V. pag. 165.) hielten diese zwei Namen
für Namen zweier verschiedenen Männer; sse sind aber gewiß
Namen eines Mannes, unterscheiden sich nur wie Braschi
und Pius VI. Cf. Assemenm Bibl. jur. civ. et con. Or. Vol.
III. pag. 523 — 337.
*) Mit Theodor's poenitentiale ist der Fall fast eben so, wie mit
Johann's. Jak. Petit gab zwar zu Paris in zwei Quartbänden
heraus, was er unter diesem Namen auftreiben konnte, auch
Dacheri machte in seinem Spicilegio (Tom. 9. pog. 52.) eine