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Zammer seines Resches unvermählt und ohne Erben am 20. Jan.
Oll. Er war der Letzte von dem Karoliugischen Mannsstamme
in Bapern und Deutschland.
Zweiter Absch nitt.
Währendaller dieser Unruhen kann die baperische Nation
in ihrer Vervollkommnung nicht viel weiter fortschreiten.
d. 1.
Karl der Große hatte, wie wir bereits gehört haben, schöne
Anstalten zur Aufnahme der Landwirthschaft, der Handwerke, der
Künste, des Handels, und zur Beförderung nützlicher Kenntnisse
und der Aufklärung getroffen. Auch seine Nachfolger trugen zur
Belebung des Ackerbaues, durch Stiftung mehrerer Klöster, und
durch Schenkungen an die Geistlichkeit sehr vieles bei. Sie räum—
ten den Klöstern und Geistlichen viele und große Strecken öder
Gründe ein, welche dann diese durch ihre Knechte in ein frucht—
bares Erdreich verwandeln und fleißig anbauen ließen. Je mehr
aber die Zahl derjenigen zunahm, welche den Ackerbau trieben,
oder durch andere besorgen ließen, desto mehr mußte sich auch die
Zahl derjenigen vermehren, welche die dazu nöthigen Geräthschaften
und die übrigen ihnen uncitbehrlichen Bedürfnisse verfertigten.
Diese Handwerker machten damals noch nicht einen besondern
Stand aus, wie beut zu Tage; sondern sie waren Knechte, deron
jeder Besitzer eines Grundstückes mehrere oder wenigere hielt, durch
die er alles, was er nöthig hatte, verfertigen ließ.
d. 2.
In den Klöstern blühten auch bereits verschiedene Künste auf: die
Musik, die Malerkunst, die Kunst in Metall zu gießen und Schnitzarbeiten
zu verfertigen. Man widmete sich diesen Künsten, um durch
die Produkte derselben dem Gottesdienste eine größere Pracht zu
verleihen. Auch sehlte eS den Bayern nicht an Talent und Fleiß.
Die erste Orgel war kaum seit hundert Jahren aus Griechenland
nach Deutschland gebracht worden, und schon gab es damals in
Bapern geschickte Männer, welche die Kunst verstanden, Orgeln zu