Erste Periode.
Spanien von Deutschen erobert. Westgothisches Reich.
von doo bis 711.
Ausser mehreren andern Chroniken, die sich theils in Schotts Blbl.
theils in Flore; und Risco Lipanna nt- finden, vorxzüglich
Isidori IIispal. Cl ctc. U„
wenn es anders in dieser Form den brunnen Bischof von Sevilla
zum Verfass. hat. Die Fortsetzung des Visch. Isidor von
Peja geht bis 754.
Am wichtigsten aber sind die Actenstücke, die sich in der von Aguirre
herausgegebenen Sammlung der Spanischen Concillen und aus
dieser in den allgemeinen Conciliendersammlungen finden. Ausser
Mascov in der Gesch. der Deutschen hat sie Ritter bei
seiner Umarbeitung von Guthrie und Grap, am besten genutzt;
keiner von beiden aber vollständig.
1. Ein kreuloser Römischer Gouverneur in Spanien ruft
elne Deutsche Horde, die sich wahrscheinlich von der großen, 109
Jialien verheerenden Horde des Rhadagaisus abgesondert hatte,
und schon einige Jahre laug in Süd-Gallien herumgestreift
war, zu Behauptung seiner Usurpation, selbst uber die Prrenden
herüber nach Spanien.
2. Schon im dritten Jahre, seit daß diese Horden einge-411
brochen, räumen ihnen die Römer, wie es scheint tractatenmäßig,
mehr als die ganze westliche Hälfte von Spanien
und sie theilen dieselbe unter sich, Vandalen und Sueven
bekommen den nordwestlichen Theil (Gallicien) ; Alanen
den südwestlichen; die Silinger, ein Theil der Vandalen,
die Gegenden am Guadalquivir.