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verlor um diese Zeit, durch seine seltsame Coalition mit
Oesterreich und Rußland, die der gerade politische Sinn der
Tuͤrken nicht begreifen wollte, das ganze Zutrauen der Pforte,
und die Politik des Divans hatte von nun an keinen Leiter
mehr.
50. Mustapha III., Sohn Achmets III. Er behielt 1257-seinen
ersten Großwesir elf Jahre lang; und nicht sowohl 177
dem Einflusse von Frankreich, als den eigenen, friedfertigen
Gesinnungen von Raghib Mehemet Pascha hatten Oesterreich
und Rußland es zu danken, daß ihre Operationen gegen
Friederich den Großen ungestdrt blieben. Sobald dieser Wefir
todt war, konnte der Französische Gesandte endlich eine 1768
Kriegs-Erklärung gegen Rußland auswirken; denn freilich
mußten endlich doch auch die Ulema's einsehen, daß nach
den letzten Schritten, die Rußland getban hatte, nicht mehr
bloß von Erhaltung des Gleichgewichts der Européischen
Mächte, sondern von wahrer Verletzung bestehender Tractate
die Rede sey. "
J. Porter Anmerkungen über die Religion, Regierungsform und
Sitten der Türken. Aus dem Engl. Leipzig, 1768. 8. Der
Verf. war (1760) eine Zeit lang Englischer Gesandter zu Constantinopel;
er hat außerdem, was der Ditel seines Buchs erwarten
läßt, auch Einiges zur Aufklärung der Lürkischen Geschichte
seiner Zeit.
Von weit höherem Werthe aber sind:
P. Businello, Venet. Gesandtschafts- Secretair in Constantinopel
(st* 1268), historische Nachrichten von der Regierungsart, den
Sitten und Gewohnheiten der Osmanischen Monarchie im Lebretischen
Magazin. I. und II. Th. Auch in Lüdekens Beschreib. des
Türkischen Reichs, II. Theil, sind sie beigesügt. Was unter dem
Namen von Elias Habesci (gegenwärtiger Zustand des Ottom.
Reichs) Englisch und Deutsch erschienen, ist bloß eine elende,
verstellte Uebersetzung von Businello.