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einer gebornen Magyarinn, deren Vater, einer der großen
National,Chefs, schon vor 25 Jahren zu Constantinopel die
Taufe genommen hatte, aus dem sädöstlichen Deutschland
Missionarien kommen, denn weil der Hauptsitz 973
des Ober- Chefs im nordwestlichen Theile des Landes war, so
konnte er weit leichter Missionarien von dort her erhalten,
als aus dem Bygzantinischen Reiche.
Dieser geographische Umstand hat entschieden, daß die
Ungarische Kirche eine Tochter der Lateinischen und nicht der
Griechischen wurde, und dies gewiß zu ihrem großen Vortheil.
Denn die geringere Cultur, die damals die Lateinische
Kirche, und besonders die des südwestlichen Deutschlands
hatte, entsprach weit mehr dem ganzen gesellschaftlichen und
intellectuellen Zustande, in dem sich die Magyaren befanden,
als die höhere, ausgeartete Aufklärung der Griechischen Kirche.
Jene konnte also weit mehr auf die Magyaren wirken, als
diese, und der Proselyten-Eifer, der von Rom ausgieng, hatte
sich auch von jeher viel thätiger bewiesen, als der von Constantinopel.
Kaum hatten sich auch einige Tausend Magyaren
taufen lassen, kaum hatte sich endlich Geisa selbst zur Taufe
entschlossen., so theilte schon der Pabst das ganze Land vorläufig
zwischen den Deutschen Bischöfen von Lorsch und Salzburg,
als ob es schon sicher erobertes Christen= Land wäre.
Jo. Pelez Hungaria sub Geisa s. Commentatio de rebus Geisae
domi militiaequc gestis. Sempronii 1200. 8.
9. Stephan der Heilige, Geisa's Sohn. Der 99 .
Vater ließ ihm schon vier Jahre vor seinem Tode als Ober= 1538
Regenten schwhren, denn der Christianismus, zu dem er sich
bekannte, war unter der Nation sehr verhaßt. Doch noch
mehr verhaßt waren die Deutschen, die schon, Geisa, vielleicht
auch zur besseren Ausbreitung des Christianismus, in großer