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auf eine in jener Zeit-noch nicht vollkommen ausgebildete
Sprache müsste gehabt haben. Da dies indess doch mur
mehr einzelne Ausdrücke betroffen hätte, die Einwanderung
dieser sogenannten Gallier aber doch eine zu späte ist, ale
dass sie eine ‚so nahe ‚Verwandschaft zwischen der lateinischen
und deutschen Sprache hätte bewirken können, wie
wir oben nachgewiesen haben, so müssen wir unsern Blick
auch auf die tiefer und länger in Italien wohnenden Völker
richten.
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Die Rasen
Das wichtigste Volk des alten Italiens, ausgezeichnet
durch den Umfang des Landes, das es bewohnte und welches
von den Alpen bis fast vor Roms Thore sich erstreckte,
durch die Anzahl seiner Städte, seine Macht, Bildung und
seinen Einfluss auf das übrige Italien, waren die Eirusker,
Tusker, Tyrrhener oder vielmehr in ihrer Sprache Rasener.
Dass sie ein eingewandertes Volk waren, wusste man, weil
von ihnen die Umbrer zum Theil aus ihren alten Sitzen verdrängt
worden waren. Die Einwanderung muss aber ro früh
schon erfolgt sein, ‚dass die bestimmte Erinnerung daran
sich verloren hatte, daher die Spätern bald sie aus Lydien,
bald aus Griechenland kommen lassen, nicht bedenkend, dass
die Verpflanzung eines ganzen Volkes in einer so frühen,
der Schifffahrt unkundigen Zeit zur See ganz unmöglich war.
Dass Tusker Griechen wären, behauptet Dion. Hal. 29 u. 30,
sei schon darum unmöglich, weil ihre Sprache keine Verwandschaft
mit der griechischen habe, die doch bei Völkern
derselben Abkunft übereinstimmen müsse; eben so wenig
scien sie Lyder, da sie keine gemeinschaftliche Sprache
mit diesen hätten.