Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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keine  weitere  Folgen,  weil  sich  doch  manche  der  übrigen  Ritter,
welche  mit  den  Städten  gegen  Wirtemberg  verbunden  waren,
endlich  zu  rechter  Zeit  noch  bedachten,  wie  wenig  es  ihnen

Vorhheil  sey,  die  Reichsstädte  allzumächtig  werden  zu  lassen.

Zehen  Jahre  nachher  schien  es  für  den  Grafen  gefährlicher.
  Der  Kaiser  selbst  befahl  den  Reichsstädten,  Eberharden
  anzugreifen,  machte  den  Pfalzgrafen  Rupert  zum
Hauptmann  des  Heeres,  bot  selbst  alles  auf  in  seinen  Erb
landen  und  im  übrigen  Teutschland.  Drei  verschiedene  Armeen
  giengen  zugleich  auf  Eberharden  los,  das  Treffen  mit
den  Kaiserlichen  bei  Schorndorf  war  unglücklich,  und  wenn
nicht  die  Bischöfe  von  Costanz  und  Augspurg  vermittelt  haben
  würden,  oder  wenn  Karl  IV.  den  gänzlichen  Ruin  Eberhards
  gesucht  hätte,  so  würde  er  diesmal  kaum  zu  retten
gewesen  seyn.

Avber  Karl  wollte  den  Grafen  nicht  verderben,  sondern
nur  züchtigen,  und  er  war  demselben  wieder  bis  zur  Vertraulichkeit
  gut,  da  ihm  Eberhard  wichtige  Stücke  seiner
Länder  als  böhmische  Lehen  übertrug.  Der  eigennützige  Kaiser
  überhäufte  Eberharden  mit  Privilegien,  bis  er  ihn  endlich
auf  diesem  Punkt  hatte,  auf  dem  er  ihn  haben  wollte,  und
so  beschwerlich  diese  Lehensverbindung  schien,  so  zog  doch  der
Graf  wichtige  Vortheile  davon;  der  Kaiser  nahm  sich  nun
seiner  mit  größerem  Eifer  an,  wenn  wegen  Pfahlbürgern
und  Bettwein  Streitigkeiten  mit  den  Reichsstädtern  entstunden.
  Wer  Ebetharden  angriff,  griff  Karls  Lehenmann  an,
und  der  Lehensherr  war  verbunden,  seinen  Vasallen  zu  schützen.
  Es  kam  dem  Grafen  bald  nachher  bei  folgender  Begebenheit
  trefflich  zu  statten.

Ungefähr  um  das  Jahr  1367  vereinigten  sich  viele
Schwäbische  Ritter,  künftig  in  guter  Gesellschaft  ihre  ritter-