Metadata : Schlawer Kreisblatt. 72. Jahrgang 1914. (72)

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k  333)  Die  Gemeinde=  und  Gutsvorsteher  der  nachgenannten  Ortschaften  ersuche  ich,
die  Beiträge  zur  Pommerschen  landwirtschaftlichen  Berufsgenossenschaft  für  das  Kalendersahr
  1913  nunmehr  binnen  3  Tagen  an  die  Kreiskommunalkasse  hier  zu  zahlen.

a.  Gemeinden:  Adl.  Suckow,  Altbewersdorf,  Altschlawe,  Altzowen,  Beelkow,
Breitenberg,  Damerow,  Friedensdorf,  Gerbin,  Großquäsdow,  Gutzmin,  Jershöft,
Körlin,  Kopahn,  Krolow,  Kuhtz,  Neuzowen,  Nitzlin,  Peest  a,  Peest  b,  Pirbstow,  Ratteick,

eblin,  Rützenhagen,  Rußhagen,  Schlawin,  Seebuckow,  Sellberg,  Steglin,  Sydow,
Varbelow,  Vitte,  Wd.  Buckow,  Wiesenthai,  Wilhekmine,  Zitzmin,  Zizow,

b.  Gutsbezirke:  Adl.  Suckow,  Bosens,  Breitenberg,  Dubberzin,  Egsow,  Gerbin,
Karwitz,  Kleinristow,  Kleinrunow,  Kleinsoltikow,  Krangen,  Kuhtz,  Kummerow,  Lantow,
Latzig,  Leikow,  Natzlaff,  Nemitz,  Neubewersdorf,  Neuenhagen  Amt  Peest  àa,  Peest  b,
Pustamin,  Reblin,  Rötzenhagen  a,  Sydow,  Varbelow,  Vellin,  Vettrin,  Wd.  Buckow,

usterwitz,  Ziegnitz,  Zirchow.
Schlawe,  den  5.  Mai  1914.
Der  Vorsitzende  des  Sektions-Borstandes  der  Pommerschen  landwirtschaftlichen
Berufsgenossenschaft.  J.  V:  von  Baumbach,  Regierungsassessor.

In  Vitte  ist  eine  Telegraphenhilfsstelle  eingerichtet.
Rügenwalde,  den  3.  Mai  1914.  Kaiserliches  Postamt.

Unter  den  Schweinen  des  Arbeiters  Emil  Pahlow  in  Karwitz  ist  die  Schweineseuche  aufgetreten.
Göritz,  den  1.  Mai  1914.  Der  Amtsvorsteher.

Aufruf  an  das  Deutsche  Volk
für  eine  Rote  Kreuz-Sammlung  1914

zugunsten  der  freiwilligen  Krankenpflege  im  Kriege.

«  Zum  Schutze  des  Vaterlandes  mußte  die  Deutsche  Wehrmacht  in  außergewöhnlichem  Maße  verstärkt  werden-Hieraus
  erwächst  dem  Roten  Kreuz  die  vaterländische  Pflicht,  auch  seine  Kräfte  und  Mittel  für  die  freiwillige  Krankenpflege
  im  Kriege  seiner  hohen  Bestimmung  gemäß  zur  Ergänzung  des  staatlichen  Kriegssanitätsdienstes  zu  vermehren.

·  Diese  Vermehrung  darf  aber  nicht  aufgeschoben  werden,  denn  das  Rote  Kreuz  muß  jederzeit  für
die  Ausübung  der  freiwilligen  Krankenpflege  bereit  sein.  Ungesäumt  soll  daher  begonnen  werden,  den  Mehrbedarf
an  männlichem  und  weiblichem  Personal  sowie  au  Material  für  Tcausport,  Aufnahme  und  Pflege  der  Verwundeten
und  Erkrankten  zu  decken.  Welche  schweren,  dauernden  Schäden  für  die  Volkskraft  aus  dem  Mangel  an  rechtzeitiger
Kranken=  und  Verwundetensürsorge  entstehen  können,  haben  die  Schrecken  und  Folgen  der  letzten  Balkankämpfe
bewiesen.  Mängel  in  der  Kriegsvorbereitung  des  Roten  Kreuzes  sind  im  Laufe  eines  Krieges  nicht  wieder  gutzumachen;
  auch  die  größte  Opferwilligkeit  des  Volkes  kann  nicht  mehr  rechtzeitig  Hilfe  schaffen.

Aber  eine  solche  Kriegsvorbereitung  erfordert  außerordentlich  große  Mittel;  die  vorhandenen  sind  hierzu
völlig  unzureichend.  "

Es  ist  daher  eine  unerläßliche  nationale  Pflicht,  Geld  für  die  Vorbereitung  der  Kriegsersordernisse  zu  sammein.
"  In  voller  Erkenntnis  dieser  Sachlage  haben  die  Vereinigungen  vom  Roten  Kreuz  beschlossen,  sich  schon
letzt  an  die  Opferfreudigkeit  des  Deutschen  Volkes  zu  wenden  und  es  zu  einer  Sammiung  für  das  Rote  Kreuz
aufzurufen.  Unser  Kaiser  und  unsere  Kaiserin,  die  Bundesfürsten  und  freien  Städte  unseres  Vaterlandes,  die  Protektoren
  und  Protektorinnen  der  Landes=  und  Frauenvereine  vom  Roten  Kreuz  haben  diesen  Entschluß  gebilligt,  die
Landesregierungen  haben  ihre  Unterstützung  zugesagt.
"  Die  Sammlung  fällt  in  die  Zeit  der  Jubelseier  des  fünszigjährigen  Bestehens  des  Roten  Kreuzes,  und
ihr  Beginn  ist  fesigesetzt  auf  den  denkwürdigen  10.  Mai,  den  Tag  des  Frankfurter  Friedens.

«  Wir  vertrauen,  daß  das  Deutsche  Volk,  welches  die  schwere  Rüstung  für  den  Schutz  seiner  höchsten  Güter
willig  auf  sich  genommen  hat,  nun  auch  unsere  Bitte  um  Unterstützung  der  Kriegsvorbereitung  des  Roten  Kreuzes
zum  Besten  der  verwundeten  und  erkrankten  Krieger  verstehen  wird.

Jede,  auch  die  bescheidenste  Spende  wird  dankbar  begrüßt  werden  und  dazu  beitragen,  in  Zeiten  schwerer

Prüfung  die  Leiden  der  Söhne  unseres  Volkes,  die  Leib  und  Leben  dem  Vaterlande  freudig  opsern,  zu  lindern  und
zu  heilen.

Die  Deutschen  Vereinigungen  vom  Roten  Krenuz.

Schriftleitung:  Königliches  Landratsamt  in  Schlawe.