217
k 333) Die Gemeinde= und Gutsvorsteher der nachgenannten Ortschaften ersuche ich,
die Beiträge zur Pommerschen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Kalendersahr
1913 nunmehr binnen 3 Tagen an die Kreiskommunalkasse hier zu zahlen.
a. Gemeinden: Adl. Suckow, Altbewersdorf, Altschlawe, Altzowen, Beelkow,
Breitenberg, Damerow, Friedensdorf, Gerbin, Großquäsdow, Gutzmin, Jershöft,
Körlin, Kopahn, Krolow, Kuhtz, Neuzowen, Nitzlin, Peest a, Peest b, Pirbstow, Ratteick,
eblin, Rützenhagen, Rußhagen, Schlawin, Seebuckow, Sellberg, Steglin, Sydow,
Varbelow, Vitte, Wd. Buckow, Wiesenthai, Wilhekmine, Zitzmin, Zizow,
b. Gutsbezirke: Adl. Suckow, Bosens, Breitenberg, Dubberzin, Egsow, Gerbin,
Karwitz, Kleinristow, Kleinrunow, Kleinsoltikow, Krangen, Kuhtz, Kummerow, Lantow,
Latzig, Leikow, Natzlaff, Nemitz, Neubewersdorf, Neuenhagen Amt Peest àa, Peest b,
Pustamin, Reblin, Rötzenhagen a, Sydow, Varbelow, Vellin, Vettrin, Wd. Buckow,
usterwitz, Ziegnitz, Zirchow.
Schlawe, den 5. Mai 1914.
Der Vorsitzende des Sektions-Borstandes der Pommerschen landwirtschaftlichen
Berufsgenossenschaft. J. V: von Baumbach, Regierungsassessor.
In Vitte ist eine Telegraphenhilfsstelle eingerichtet.
Rügenwalde, den 3. Mai 1914. Kaiserliches Postamt.
Unter den Schweinen des Arbeiters Emil Pahlow in Karwitz ist die Schweineseuche aufgetreten.
Göritz, den 1. Mai 1914. Der Amtsvorsteher.
Aufruf an das Deutsche Volk
für eine Rote Kreuz-Sammlung 1914
zugunsten der freiwilligen Krankenpflege im Kriege.
« Zum Schutze des Vaterlandes mußte die Deutsche Wehrmacht in außergewöhnlichem Maße verstärkt werden-Hieraus
erwächst dem Roten Kreuz die vaterländische Pflicht, auch seine Kräfte und Mittel für die freiwillige Krankenpflege
im Kriege seiner hohen Bestimmung gemäß zur Ergänzung des staatlichen Kriegssanitätsdienstes zu vermehren.
· Diese Vermehrung darf aber nicht aufgeschoben werden, denn das Rote Kreuz muß jederzeit für
die Ausübung der freiwilligen Krankenpflege bereit sein. Ungesäumt soll daher begonnen werden, den Mehrbedarf
an männlichem und weiblichem Personal sowie au Material für Tcausport, Aufnahme und Pflege der Verwundeten
und Erkrankten zu decken. Welche schweren, dauernden Schäden für die Volkskraft aus dem Mangel an rechtzeitiger
Kranken= und Verwundetensürsorge entstehen können, haben die Schrecken und Folgen der letzten Balkankämpfe
bewiesen. Mängel in der Kriegsvorbereitung des Roten Kreuzes sind im Laufe eines Krieges nicht wieder gutzumachen;
auch die größte Opferwilligkeit des Volkes kann nicht mehr rechtzeitig Hilfe schaffen.
Aber eine solche Kriegsvorbereitung erfordert außerordentlich große Mittel; die vorhandenen sind hierzu
völlig unzureichend. "
Es ist daher eine unerläßliche nationale Pflicht, Geld für die Vorbereitung der Kriegsersordernisse zu sammein.
" In voller Erkenntnis dieser Sachlage haben die Vereinigungen vom Roten Kreuz beschlossen, sich schon
letzt an die Opferfreudigkeit des Deutschen Volkes zu wenden und es zu einer Sammiung für das Rote Kreuz
aufzurufen. Unser Kaiser und unsere Kaiserin, die Bundesfürsten und freien Städte unseres Vaterlandes, die Protektoren
und Protektorinnen der Landes= und Frauenvereine vom Roten Kreuz haben diesen Entschluß gebilligt, die
Landesregierungen haben ihre Unterstützung zugesagt.
" Die Sammlung fällt in die Zeit der Jubelseier des fünszigjährigen Bestehens des Roten Kreuzes, und
ihr Beginn ist fesigesetzt auf den denkwürdigen 10. Mai, den Tag des Frankfurter Friedens.
« Wir vertrauen, daß das Deutsche Volk, welches die schwere Rüstung für den Schutz seiner höchsten Güter
willig auf sich genommen hat, nun auch unsere Bitte um Unterstützung der Kriegsvorbereitung des Roten Kreuzes
zum Besten der verwundeten und erkrankten Krieger verstehen wird.
Jede, auch die bescheidenste Spende wird dankbar begrüßt werden und dazu beitragen, in Zeiten schwerer
Prüfung die Leiden der Söhne unseres Volkes, die Leib und Leben dem Vaterlande freudig opsern, zu lindern und
zu heilen.
Die Deutschen Vereinigungen vom Roten Krenuz.
Schriftleitung: Königliches Landratsamt in Schlawe.