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seyn sollte. Man schloß ihn ganz aus, wie er schon nach
Christophs Tode und so denn auch in Herzog Ludwigs Testament
ausgeschlossen worden war, und statt des Kanzlers,
dessen Stelle schon seit Christophs von Engelshofen Tode
(4625) nicht besetzt worden, nahm man den Vice-Kanzler.
So ersuchte also Herzog Ludwig Friedrich, der aͤlteste
Bruder des verstorbenen Fürsien, und mit ihm die verwittwete
Herzegin Mutter, den bisherigen Land-Hofmeister
Ritter Pleickard von Helmstatt, den bisberigen
Vice-Kanzler Dr. Jacob Löffler und die
beiden alten Oberräthe Dr. Johann Kielmann
und Dr. Veit Breikschwerdt, das wichtige neue Amt
zu übernehmen.
Alle vier, den Vice-Kanzler Löffler ausgenommen, meist
bejahrte Männer, zeigten sich bereitwillig. Alle vier baten
um Unterstühmung bei ihrem Amte, und erklärten umständlich,
wie viel darauf ankomme, daß der Herzog Administrator fleißig
dem Geheimen Regiments= und Vormundschaftorathe selbsi
beiwohne. Es war hierbei nicht bloß um Abkürzung der Geschäfte
zu thun, sondern der Hergog Administrator sollte selbst
auch die Berathschlagungen auhdren.
Daß diese Geheimen Kuratelräthe zugleich so sehr darauf
drangen, bei einem Amte, das nothwendig viel Widerwillen
und Feindschaft erregen müsse, nie ungehdrt vom Herzog
Administrator oder der Herzogin Wittwe verurtheilt zu werden,
ist nicht nur ein deutlicher Beweis, daß sie ein neues
Amt, das sie bisher noch nie getragen, übernommen zu haben
glaubten, sondern zeigt auch nebenher unverkennbar, wie gut
diese Männer — Luft und Klima des Hofes kannten. Es
ist viel gebeten, nie ungehbrt verurtheilt zu werden.