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theils aus Patriotismus, thells aus rechtmäßiger Sorge für
das Kirchengut gegen den Streithorstischen Familienklub geschrien
hatte, und so sehr dieser durch seine Parthie der
landständischen Berathschlagungen versichert zu seyn schien *),
voch den sichtbarsien Einfluß auf das Gravaminiren der
Stände und auf die Abschiede selbst hatte.
*) Gerade die Chefs der Streithorstischen Parthie waren meist
zur Untersuchung der landschaftlichen Beschwerden deputirt. So
waren beide Streithorste, Wobersnau und Rheden unter den
fürstlichen Deputirten, welche 1614 zu Erörterung der landschaftlichen
Beschwerden niedergesetzt wurden. Auf dem großen Münztage
des Niedersächsischen Kreises, der 1617 zu Braunschweig
gebalten worden, waren Anton von Streithorst und Woberonan
fürstliche Deputirte. Schon auf diesem Münztage wurde dem
Kippen und Wippen nach Befinden mit Leib= und Lebensstrafe
gedroht; wie hier den fürstlichen Deputirten das Herz schlagen
mußte! So wurde noch auf dem Elzischen kandtage 3. Aug.
1620 der Landdrost Henning von Rheden besonders dazu deputirt,
daß er neben Levin von Hacke auf Verwendung der verwiligten
30,000 Rthlr. acht haben sollte.
Keine Biographie könnte diese Zeiten mehr aufllaren, als die
Biogr. des damaligen Canzlers Eberb. von Weyhe. Er
war von 1614 bis 1627 Canzler, was er auch zuvor bei dem
Fuͤrsten Ernst von Schaumburg gewesen war, und gehoͤrte offenbar
zur Daͤnischen Parthie; er war ein hoͤchst eifriger, freimuͤthiger,
heftiger Mann (daß er Goldast aus bitterm Widerwillen
zu einem Duell herausgefordert, erzaͤhlt aus einem Briefe des
Letzteren, Bückeburg, Mai 1622. Senkenberg memoria Goldasti
(S. 39.] vor den script. rerum olemannicar.) und wie
einige vermuthen, vielleicht sogar der Concipist des königlichen
Weckers. Wenigstens ist das Gutachten vom Jahr 162z, das
sich in Lünigs Consil. II Th. S. 1 2c. findet, gewiß von seiner
Hand. f. Hippol. a Lspide, P. 1c. 3. Moller in seiner Cimbria
litler. hat zwar eine Samml. von Nachrichten zu seinem
Leben, aber sie ist bloß nach dem litrerarischen Zwecke eingerichtet,
den Moller hatte, und nicht einmal in dieser Veziehung so
vollständig als man es sonst gewöhnlich bei diesem Litterator erwarten
darf. Ebenso giebt unbedeurende biographische Notizen, mit