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durch esnen plötzlichen Einfall weggenommen hatte, gewarnt,
sich in keine verfängliche Correspondenz mit dem Wiener Hofe
einzulassen. Zinzendorf gehorchte nicht. Friedrich ließ die
Eminenz durch ein Kommando Husaren nach Berlin in mehrere
Sicherheit bringen. Der Pabst jammerte in einem
Consistorium gegen die Cardinäle darüber: und wenn schon
der Breslauer Friede 1742 ihm wieder eine Freude machte,
so kam jetzt doch die größre Trübsal, das schlesische General=Vikariat.
Friedrich hatte gar nichte gegen die katholische Religion
versprochen, und hielt auch freie Religions= Uebung.
Aber daß viel Geld aus dem Lande gehen sollre, daß Prozeß-Sachen,
die doch auch im Lande abgemacht werden konnten,
erst zu Rom entschieden werden sollten, war ihm unangenehm.
Er machte also den Bischof von Breslau unter dem Namen
eines General-Vikarius zum Pabste in seinem Schlesien, und
befahl, Alles, was bisher nach Rom ging, nach Breslau zu
schicken. Benedikt sah die Gefahr dieses Beispiels sehr wohl
ein, denn wie leicht konnten die Könige von Portugal und
Frankreich, und der deutsche Kaiser ein Gleiches thun! Er
schrieb an den Cardinal von Zinzendorf. Aber dieser befand
sich nicht übel dabei, schlesischer Pabst zu seyn, und der
Koͤnig hatte ihn schon einmal Gehorsam gelehrt. Benedikt
schrieb au den Kaiser, — allein der bedauerte, daß er
nicht helsen könne; — er lud den Bischof, im Namen aller
Cardinäle, nach Rom zu kommen, — dieser aber versicherte
den Pabst, er sey ein alter podagrischer Maun, so übel zu
Fuß, daß er uumdglich so weit reisen könne. Der Pabst
hatte endlich weiter keine andere Wahl, als den Cardinal von
Zinzendorf zum General-Vikarius zu ernemen.
Gläcklicher kam Benedikt aus der Streitigkeit, die zwischen
Oesierreich und Venedig wegen des Patriarchats entstand.
Beide sollten kraft des alten Vertrags das Patriarchat
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