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ein elendes Schmachten zwischen Leben und Tod, dieß ist ungefaͤhr
der Zustand, den er fortdauernd zu erhalten wuͤnscht.
Die Welt sollte in einer ewigen Dimmerung erhalten werden,
in einer Dämmerung, die mehr von der Nacht als vom Tage
hatte — dieß ist's ungefaͤhr, was der Geist der Jesuitenregierung
seyn mußte.
Nun fragt man noch: ob die Jesuiten mehr geschadet
als genutzt haben? Nun setze man einmal die wenigen Kenntnisse
und das bischen Gelehrsamkeit, was etwa durch sie hervorgebracht
oder erhalten worden, unpartheiisch in Vergleichung
mit dem enormen Deficit, das der lange auhaltende Druck
ihrer Gesellschaft, unter dem Staat und Kirche sieben Menschenalter
hindurch erlagen, in Wissenschaften und Philosophie
oder Untersuchung der wichtigsten Angelegenheiten des Menschen,
veranlaßte und hervorbrachte! Schon Mariana, also
der Jesuite, der von seinem eigenen Orden zeugt, der kundbar
gelehrte Mann, dessen Wort in Dingen dieser Art viel
gelten muß, schon Mariana sagt: „In keinen Orden treten
so viele treffliche Köpfe, als in den der Jesuiten, und in keinem
Orden bat man so viele Muse zu studiren, als hier.
Doch werden sehr wenige Jesuiten Gelehrte. Sie haben keine
vortrefflichen Prediger unter sich, keine großen Kirchengelehrten,
keine Humanisten; denn wer auch arbeitet, wird doch
nicht belohnt, und wer noch Humanioren versteht, wird sogar
verachtet.“
Und an einer andern Stelle eben desselben Werks:
„Die Jesuiten haben es übernommen, der Jugend in
Humanioren Unterricht zu geben. Aber die, so hier zwei,
drei Jahre lang als Lehrer auftreten, sind meistens solche, die
selbst weder Humanioren verstehen, noch Lust haben zu lernen.
Ihre Schüler fassen also nur Soldcismen und Barbarismen
bei ihnen auf, die sie nachher nicht mehr ablegen kön-