Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1807. (2)

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chiedenen  Ländern,  allein  in  das  Königl.  Staats=  und  Regierungs-Blatt  eingerükt  werden
sollen.  ·

Es  wird  daher  diese  allerhöchste  Verfügung  nicht  nur  sämtl.  Kreis=  Ober=  und  Patrimenial-Aemtern
  zu  ihrer  Nachricht  und  Nachachtung  hierdurch  eröffnet,  sondern  ihnen  auch
aufgegeben,  dieselbe  durch  die  gehörige  Publikation  in  allen  Städten  und  Ortschaften  des
Königreichs  zu  Jedermanns  Kenntniß  zu  bringen,  auch  diese  Publikation  bei  den  jährlich
abzuhaltenden  Vogt-Rug-Gerichten  stets  zu  wiederholen,  damit  sich  in  vorkommenden  Fillen
niemand  mit  der  Unwissenheit  des  Gesezes  entschuldigen  zu  können  vermeinen  möge.  Deer.
in  Königl.  Ob.  Kandes-Regierung,  Stuttg.  d.  16.  Jun.  1807.  Ad  Mand.  Reg.  Ss.  Mej.

Königl.  Ober-Landes.  Regiernug.  —  Sntscheidung  der  Anstände  wegen  Milttairpflich--«
  tigkeit  der  Kors-  Belknechte.  d.  d.  17.  Jun.  1807.

Da  die  Anzeige  gemacht  worden  ist,  daß  sich  wegen  Beiziehung  der  Forst-Beiknechte
zur  Conseription  Anstände  ergeben  haben,  so  werden  hierdurch  die  sämtlichen  Kreis=  Oberund
  Datrimonial-Aemter  zu  Folge  eines  allerhöchsten  Dekrets  vom  lo.  dieß  angewiesen,  die
von  Sr.  Königl.  Masjs,  entweder  bereits  angestellten  oder  in  Zukunft  anzustellenden  Forst-Beiknechte
  von  der  Conseription  allerdings  frei  zu  lassen,  diesen  Grundsaz  aber  nicht  auf
diejenige  Forstbeiknechte  anzuwenden,  welche  ehemals  von  den  Königl.  Oberforstmeistern  angestellt
  worden  sind,  indem  diese  lezteren  so  lange  der  Conscription  unterworfen  bleiben,  bis
sie  die  zur  Befreiung  von  der  Militairpflichtigkeit  erforderliche  Anzahl  von  Jahren  zurükgelegt
  haben.  Stuttgart,  den  17.  Jun.  1807.  Kön.  Ob.  Landes-Regierung.

I.  Ob.  Finanz-Kanmer  ll.  Depart.  Generale,  betreffend  das  Verbot  des  Ste  els
Koͤnis  Aufklebens.  d.  d.  15.  Jun.  1807.  np

Es  ist  schon  der  Fall  vorgekommen,  daß  auf  schriftliche,  dem  Stempel  unterworfene
Eingaben,  statt  solche  stempeln  zu  lassen  oder  Stempelpapier  dazu  zu  nehmen,  blos  ein  abgeschnittenes
  Stempelzeichen  aufgeklebt  oder  aufgeheftet  worden.  Da  aber  diese  ordnungswidrige
  Verfahrungsart  zu  Mißbräuchen  führen  kann;  so  wird  hiemit  allergnädigst  verordnet,
daß  künftig  unter  keinem  Vorwand  ein  Stempelzeichen  irgendwo  aufgeheftet,  sondern  das
ungestempelte  Papier,  worauf  eine  dem  Stempel  unterworfene  Ausfertigung  gemacht  wird,
enrweder  zum  stempeln  gegeben  oder  ein  ganzer  Stempelbogen  nach  dem  Betrag  des  Gegenstandes
  beigelegt  werden  solle.  Deer.  in  Königl.  Ob.  Fin.  Kammer  I/.  Depart.  Sturtgara.
den  15.  Jun.  1807.

Koͤnligl.  Ober-Finanz-Kammer  III.  Depart.  Rescript  an  diejenigen  Cameral-Beame
tungen,  welche  mir  den  Succeß  =  Berichten  vom  1.  Jun.  d.  J.  noch  im  Rüfkstand  sind.
d.  d.  15.  Jun.  1807.

Unsern  Gruß  zuvor,  Liebe  Getreue!
—  Es  wird  Euch  hiemit  allergnaͤdigst  aufgegeben,  die  auf  den  I.  dieß  noch  ruͤkstaͤndigen
Fruchtrerkaufs-Succeß-Berichte  nach  den  in  dem  Staats=  und  Regierungs-  Blatt  Nr.  19.
vom  15.  April  l.  J.  enthaltenen  Dekret,  vollständig  zu  fertigen  und  einzusenden,  auch  die
Fruchepreise  nach  Württembergischen  Maas  beizusezen;  und,  wenn  gleich  der  Zeit  hie  und
da  kein  Verkauf  statt  haben  sollte,  so  habt  Ihr  gleichwohl  den  Succeß=  Bericht  oder