Aummer 98.
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Tod im Eisbach zu suchen. Das ältere Mädchen
war ein bedauernswertes Geschöpf. Infolge
einer Krankheit war es seinerzeit erblindet;
von dieser Frankheit geheilt, wurde es taub.
ittumm. In dem Vororte Perlach fielen die
beiden ällesten Kunben des Bauern Kauderer
in eine Jauchegrube und erstickten.
ünchen. 26. April. Der bayerische Müllerlund
hatte die Vefürchtung. daß für die nach
Norddenischland aus Bayern abgegebenen Weienmengen
nicht die ensprechende Menge Rog
gen im Umtausch geliefert wurde. Der Leiten
z Reichrgetreidestelie in Berlin hat banerischen
ee nhe die illn deshalb befraglen, zu.
gesichert, dan Bayern für jede gelieferte Wei
senmenge die enltsprechende Roggenmenge zurückerhalte,
so daß die bayerische Müllerei genügend
Getreide zur Vermahlung belommt.
münchen. 236. A pril. Heute vormitlag
brachte sich in seiner Mbhnm ig an der Schwaige
der 15 Jahre alte Ausgeher Johann Schieder
mit einem Stilelt mehrere Schnittwunden an
beiden Handgelenken bei, wobei er sich die
Pulsadern zu öffnen versuchte, ferner suchte sich
der Mann die Luftröhre zu durchschneiden, wober
er sich auch eine erhebliche Schniltwunde am
Hals beibrachte. Als er hierdurch keinen ihm
genügend erscheinenden raschen „Erfolg“ erseelte,
verstopfte er an der Türe die Löcher und
Fugen, und öffnele den Gashahn. Er bereitete
sich dann mitten im Zimmer ein Lager und erwartete
den Tod. Schließlich machte er dann
aber seinem Leben durch Erhängen ein Ende.
Der Mann hat die Tat anscheinend in geisliger
Störung verübt.
Bagerlsche Nachrichten.
Augsburg, 26. April. Metzgermeister
Aloys Heider schlach teie vergangene Wocke zwei
rrima Mantochsen im Gewlä#t ron 1008 und
97] Pfund aus der Stallung von Josepi= Miehlinger,.
Akkordant und Fouragehändler hier.
Der Cenannte erstand vor ungefähr vier Monaten
die Ochsen veon der v. Stettenschen Gutsrerwaltung
in Anftetten um 167000 Mi. Nach
aimiurterung. de r Li re erjielle jetzt Miehlinger
· ,.pkcii:-r,o:1IslstITlIkLTat-Umstaerfnkikmännifddcr
Schätzung
die Mciten für lrästigende Futtermittel für
die beiden Oäti#en in den vier Monaten auf
elwa 72 M.
Dassau, 25. Auril. JIm naßen Orte Amelkein
bantierte der 16 Jahre alte Knecht Erll
rem Rien ergut in der Wohnstube mit einem Re-Lolrer,
ale siad. die Wafse entlud und die Kugel
der 15 Jahre alten Tockter seines Dienstgebers
n den Korij drang. Das Mädchen dürfte laum
mit dem Leben davonkommen: ihr Vatker sieht
im Heere. Der Knecht siellte sich nach der Tat
selbn dem Gericht.
Nörlingen, 26. April. Die Frau des
Maurers Adam Weng in Valdingen litt seit
längerer Zeit an Schlaflosigkeit, gegen welche
sie egelmaäf ia Schlaspulver zu nehmen pflegte.
In der Nacht zum Osterdienstag scheint die
Frau mehrere solc. er Puiver auf einmal genommen
zu haben, was ihren Tod zur Folge hatte.
Selb, 26. April. In einem Gehölz bei Mühlbach
lat sich am Karfreitag eine ganze Familie
erschesien. Aus den vorgefundenen Papieren
geht error, daß es sich um eine Familie Den
aus Asch in Böhmen handelt. Die ## Leichen wurden
erm am zweiten Osterseiertag durch Spaziergänger
gesunden. Der Ehemanmn, der noch den
Rerolrer in der Hand hatte, hat zunächit die
Seiren und dann sich selbst erschossen. Die Kinder,
rier Mädchen und ein Knabe, stehen im Alier
zwischen 16 und 3 Jahren. Der Mann hatte
noch 100 Heller Geld in der Tasche. Alle waren
ut gelleidet und gut genährt. Auf einem Zetlel
rand neben den Namen: Wir scheiden aus dem
Leben und wünschen allen Freunden ein herzliches
Lebewohl.
Serrss chesen-.
Endorf, 26. April. Nächsten Sonntag den
300. April, nachmittage 3 Uhr, im Gasthof
Mehri wird die oberbapyerische Kreiswanderlehrerin
Fräulein D. Eppner einen Vortrag
halten über zeilgemäßen Gemüsebau und Geflügeliucht.
Ler Vortrag dürite für weitlere
Kreise von Interesse und Nupen sein und verdient
regen Besuch.
Hrien, 20 UApril. Der Frauenverein veranstaltet
ein großes LZunstlerlonzert zugunsten
der Kriegsfürsorge. Die Namen der mitwirlenden
Küniller wie ded Pfartzäzilienvereins
Prien bürgen für einen genußreichen Abend.
Die Gesangskünitlerin Frau Hildegard Schmid,
die Witwe des auf dem Felde der Ehre gefallenen
Kunstmalers Nilolaus Schmid, ist eine
ebenbürlige Parinerin des aus dem letzten Sommerkonzert
in Erinnerung stehenden Konzertsängers
Uda Hußla aus Nürnberg.
Niederaschau, 26. April. Mit Stolz lann
der Frauenzweigverein rom Roten Kreuz auf
die Festvorstellung im Restichen Saale zurückblicken.
Frau Sperglermeister Einäder lonnte
ein überaus zahlreiches wie auch gewähltes Publilum
begrüßen. Was die Vorführungen betrifft,
die ausschließlich von den Zöglingen der
beiden Kinderheime des H. Baron p. Cramerr
—
Vom westlichen Kriegsschanplatz.
Unser Vild (nach französischer Darstellung)
zeigt linlo die zerstörende Wirkung der deutschen
Artillerie um Rathause zu Arras; rechts
sieht man das Eingangstor zur Feste Douau:
mont (Verdun) vor der Erstürmung durch unsere
Truppen.
Kleit gespielt wurden, ist Erstaunliches geleistet
worden. Sorgfältzg, genau einstudiert von den
beiden Frl. Therese und Annn Panschmann und
Frl. Huber, den Leiterimen der beiden Kinderleime,
spielten die Kinder die Kleinen vielleicht
noch mehr wie die Großen mit linolich
froher Begeisterung und ausgeprägter Si#er#
Leil. Eine reinende zarte Mimit entsalleten besonders
die Kleinen (5 7 Jalre beim „Schnee-Llöckchenreigen",
Das mit autem Veritändnis
durchgefülrte Märckeuf spiel rom „Fro##aprinz
und Roqensee“ wurde ebensalle mit großem Beifall
aufgenrmn len. Nach einer inhaltsvollen Rede
des H. H. Viiar Hal ũber „Dentichlands
dnn waren es neben ĩehr aut gelungen en
Liedern der Kinder besonders l- obende Bilder,
die sowol! itrem geitigen In##a# wie auch
ibrer eralten Durchin brung E ach es wirlien
hier auch die Kinder des H. Baron Cramer-Klett.
der selbst mi: Cemablin zugegen war. mit
großem Ciser mit sehr guten Eindrud machlen.
Die Vorstellung. u uschr 170 Mk. einbratt
wird Seumtag. S. AMxril, nochmals ausgeführt.
Westerham, 26. April. Bei einer fremden
Beltlerin wurden hier nahezu 200 Ml. Goldund
nahe an 1u0 Ml. Silbermünzen gesunden.
Das Gold soll sogleich seiner jetzigen Vestimmung
zugeführt worden jein.
Aiesbach, 26. April. Tausend. frische Eier
soll ein Dienstmädchen aus der l#gen Gegend,
ihrer Herrschaft in Münden beiorgen. Die
Mutter, die zahlreichen beschwiner und die
ganze Aerwandtschaft suchen jetzt bei allen Bauern
nach den tausfend Fiern. Und dieses Trei-Len
läßt man rulig geschehen?
Hunderlsahrf ier in Salzhurg.
Rosenheim, 27. April.
Hundert Jahre unter Habsburgs
2
Doppelaar.
Ist diese Zeit für die beiden engverbündelen
Neiche W nichts weniger als günftig zur Feier
loher Feste, so können wir es Uns doch nicht
versagen, den tedentsanmen Genemlag des oflerreichischen
Her: zogtumes Salibn ra, unseres herrlichen
Nach bariandes freudig mil: #begehen. Am
1. Mai 1916 werden lundert Züure voll seit
jenem Tage, an welchem das Land Salzburg
als Herzoglum der Habsburger Monorchie einverleibt
wurde. Durch mehr als taufend Jahre
selbständiges geistliches Färstemum nechselle es
nach der Säcularifation 1803 fanfmal den Landeoherrn,
bis am 1. Mai 1816 die K. K. önlerleichische
Regierung im Namen Kaisers Franz I.
zu Salzburg seierlich vom Lande umn der Hauptstadl
Besitz ergriff.
Die Geschichte Salzburgs und seiner Fürften
stelet in den engsten Bezichungen mr Geschichte
Vanerns. Einerseito brachte dies der Venedigerhandel
mit sich. andererseits waren Augsburger
Geschlechter, wie die Fugger uiw. verlippt mit
den reichen Salzburger Cem etlen Weitmoser
und anderen. Auch ein Erzbischof war ein Augsberger
Stadtlind und zwar Mattliäus Lang
ron Wellei burg. der Kanzler Kaiser Marimi-=lians,
hachlier Landesherr von Salzburg. Eines
Stammes mir uns, verband die Veröllerung
Salzburgs von jeher das engste Freundschafleband
mit ilren Grenznachbarn und unser unvergestlicher
König Ludwig I. weilte alljährlich
unter den Bürgern der Stadt Salzburg im
d#t önen Schlosse Leopoldslron. Das herrliche
Land aber blühte unter Habsburge fürforglicher
Negierung rasch auf. Insbesendere erwies sich
Kaiser Franz Joseph I., unseres Kaisers ge—
treuer Bundesgenosse, dem Lande und der
Hauptstadt stets in hervorragender Weise väterlich
gesinnt.
Die Hauplstadt ist seit der Einbeziehung in
den grotben Weltvert uh. murh die Eröffnung der
Kaiserin Elisabe bahn und der Bahn
Salzburg-München "5 *—Ms des Fremdenverkehrs
geworden und unter der Vexwaltung
1
tüchtiger Bürgermeister und zielbewußter Landesvertretungen
zu einer der schönsten deutschen
Siädte ausgeblüht. Von der Natur überreich
mit Reiren bedacht, int es die Stadt froher Feste
geworden und hai der Weit unsterbliche Männer
geschenkt. Einen Wolfgang. Amadens Mozart,
einen Makart u. a. mehr. Die Gaue des Landes
finden uaun Schönheit laum ihresgleichen. Man
denle nur an das herrliche Gasteinertal, an Jell
am See, Ferieiten, Krimmier Fälle usw. In
dieser für die beiden Reiche so großen Zeit aber
sehen mir die Salzkurger Landesföhne an allen
Fronten mit heller Begeislerung für die große
Sue lämpfen und zählt das Salzburger Hansregiment
nach dem Ausspruche des allgeliebien
Kaiser#s n den tapiersten der tapferen Negimenter
der osterreichischen Welrmacht. Moge ein
glu4hringender Friede recht bald wieder oie
schönen Tage bringen, welcie unsere Selusucht
nach den Ganen des lerrlichen Alpenlandes
erfüllt. Es wird ein Amatmen, ein beglückend
Händereichen sein hier und dort. wenn wir die
licben Nachdarn wieder in unseren Städlen und
sic illre Stammeelrüder wieder in ihrer Hauptsiadt
begrüßen lönnen.
Mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit fseiert
-tadt und Land Salzburg sein schönes Jubiläum
im engiten Rahmen. Am Vorabend wird
im neuen, prächtigen Mozarthause vom Mozarleum
die „Glocke“ von Mar Bruch unter Milwi
irkung der Salzburger Liedertafel und des
Oamen Singvereins Hummel ausgeführt. Am
Penttege selbst finden nach dem Festgottesdienste
die Sitzungen des Landtages und des Salzburger
Gemeinderates statt. Die Feier beschließt am
1. Mai abends eine Festvorstellung im Salzburger
Stadttheater, welche am 2. Mai wieder-Lelt
wird. Bei dieser Festvorstellung wird vom
Mozarteum und einheimischen Kräften unter
Beiziehung eines Münchner Gasteo Mozarts
Oper „Bastien und Baslienne“ und ein Fest-Wiel:
„Die Slimme des Jahrhunderts“ von
##az Wolfrain Scherer. dem Verfasser des
„Minnedanl“ und anderer Werke, ausgeführt.
Zum Festipiel bat Scherer die Haupigestalten
* inem 29eben im Buchhandel gri schienenen Chiemsec
Nomane aus der Zeit Karle des Großen
„Die Frauen von Ingelleim“ entnommen.
Kriegs-Konkrollversammsungen
im Loudwehrbezirk Rosenheim.
Kontrollplatz Feldkirchen am 1. Mai vormiltags
1012 Uhr im Gasthaus von Mareis
sämtliche Kontrollpflichlige der Gemeinden
Feldlirchen, Helsendorf und Höhenrain.
Kontrollpla Bruckmühl am 1. Mai nachmitlags
31 Uhr im Gasthaus von Sebastian
Garnteiter sämtliche Kontrollpflichtige der
Gemeinden Kirchdorf a. H., Holzham, Gölling
und Vagen.
Kontrollplazz Kolbermoor am 2. Mai vormiltags
9 Uhr im Gasthaus zum Löwenbräu
sämtliche Kontrollpflichlige der Gemeinden
Aising, Pang und RKolbermoor.
Kontrollpiatz Ostermünchen am 2. Mai
nachmitlags 112 Uhr im Gasthaus von Alois
Kalteis sämtliche Kontrollpflichtige der Gemeinden
Tuntenhausen, Beyharting, Hohenlhann
und Tattenhausen.
Kontrollplatz Bad Aibling am 3. Mai vormiltags
9:1 Uhr im oberen Saale des Schuhbräukellers
sämtliche Kontrollpflichtige der
Gemeinden Ellmosen, Mietraching, Willing
und Aibling.
Kontrollplatz Feilnbach am 3. Mai nachmittags
1 Uhr im Gasthaus zum alten Wirt
sämtliche Kontrollpflichüge der Gemeinden
Au, Dettendorf, Feilnbach, Litldorf und
Wiechs.
uas Lau terbach am 4. Mai vormitt
0 Uhr im Gasthof von Seidinger
sameg onkroinnmschalg der Gemeinden
EGrainbach, Neukirchen bei Bosenheim, Riede-