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trag betraf allein das Kammergut, denn kein Praͤlat ward
mit feinem Schutze da- und dorthin auf's Neue hingewiesen,
kein Ritterdienst war gerheilt worden; so waren denn Repräsentanten
der Kammerunterthanen allein auch gegenwärtig.
Und das ganze Korps der Deputirten von acht und vierzig
Städten und Aemtern übernahm die feierlichste Garantie
des Vertrages, als ob sie für die richtige Bezahlung der
jährlichen Deputat-Gelder, die diesem und jenem Grafen im
Vertrage versprochen waren, feierlichst sich verbürgen wollten.
Wie nahe lag es nun diesem Korps, das sich so vereinigt
hatte, daß nicht die Masse, von welcher jene Jahlung
geschehen sollte, durch Verpfindungen und Veräußerungen
geschwächt werde, wie floß es fast nothwendig aus dem, was
einmal geschehen war, daß bei künftigen Veräußerungen, die
vielleicht nothwendig seyn moͤchten, nicht bloß die alten, geborenen
Räthe des Landes, nicht bloß Prälaten und Ritter,
sondern jenes neu entstandene Korps gefragt werden sollte;
wie sfebenfach fest schloß sich dieses neue Korps unter einander,
wenn die Kammer-Ausgaben zweier regierenden Grafen so
groß werden wollten, daß zuletzt nicht mehr jene alten Deputate
bezahlt werden konnten, daß man, tägliche Bedürfnisse
zu bestreiten, die Hauptmasse selbst angriff, und wenn jährlich
forthin eine doppelte Kanzlei, ein doppelter Hofstaat erhalten
werden sollte, endlich allmählich die Hauptmasse aufgezehrt ward.
Sieben Jahre nach Schließung jenes Vertrages starb
Vater Ulrich, und sein ältester Sohn Eberhard, der
im ungetheilten Lande des Vaters folgte, der mit ein und
dreißig Jahren nicht weiser war, als er sieben Jahre vorher
gewesen, den das hohe Jaubergefühl, regierender Herr geworden
zu seyn, nicht umschuf, den vielleicht dieß Zaubergeföhl
nie umschaffen konnte, Ulrichs ältester Sohn und Nachfolger
Eberhard lebte so sinnlos verschwenderisch, so sinnlos jung,