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Amliches Publikasions-Organ
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G#ies ber Augacen-EInnahsar 1 hr atkinsn.
Rosenheimer Tablas
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Dienstag, 18. Juli 1916
□— Mateus 62. Jahra##uB#
Zufammenbruch neuer englischer und franzönscher Angriffe.
— Die französischn Sorgen um Verdun. — U-Boot-Keieg und Zeppeltr-Anguffe. — Das
Der Kaiser anu der Weftfront.
U--Boot „Deutschland“ von Amerlka als Hanudelsschiff anerkaunt. — Deutscher
——
WIB. Großes Hauptgquartier,
10. Juli, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplag#z.
Beiderseits der Somme starke Arlillerietätigkeit.
Im Laufe des Nachmittags brachen vier
Nurke englische Angriffe im Abschnitte Ooillers-Bazentin-le-Petit
vor unseren Linien ebenso
restlos zusammen, wie am Vormittag ein östlich
von Boazenlin angesetzter Angriff. Südlich der
Somme entspann sich abends ein lebhaftes Gejecht
bei und südlich von Biaches. Ein Teil des
Dorses ist wieder von uns besetzt. Es wurden
uber 100 Gefangene gemacht.
Französische Angriffe wurden bei Barleur
sowie in Gegend von Estrees und westlich da-Lon,
diese bereits im Sperrfeuer unter groien
seindlichen Verlusten abgewiesen.
Qeillich der Maas setzten die Franzosen nachmitlags
flarte Kräfte gegen die Höhe „Kalte
Erde'“ und gegen Fleury an; sie hatten keine
Ersolge. Bei ihrem abends wiederholten Anlauf
drangen sie südwestlich des Werkes Thiaumont
in kleine Teile unserer vordersten Linien
ein, um die noch gekämpft wird.
Auf der übrigen Front wurden feindliche
Patronillen-Unternehmungen, nördlich von Ouldes
Cramelle und auch Angriffe von gröheren
Abteilungen abgeschlagen.
Nördlich von Chilly brachte eine deutsche
Patronile 24 Franzosen und 1 Maschinengewehr
ein. /
Westlich von Loos wurde ein seindl. Flugzeng
durch In#nterie abgeschossen. Es stürzte in
unser Hindernis ab; ein durch Abwehrfeuer be-4,ädigter
Doppeldecker siel bei Besle in unjere
Hand. *
Oeftlicher kriegeschenpian
den
5½ 2g des Genesalfelosas!
challs von Hindenburg.
Keine besonderen Ereigmsse.
Heeresgruppe des
General eldmar schalle
rinzen Leopold v. Bayern.
Russische Gegenangriffe gegen die von uns
wieder gewonnenen Linien in Gegend Skrobowa
blieben ergebnislos; 6 Olfiziere, 114
Mann fielen in unsere Hand.
Heetesgtuppe des Genergl
pon Linsingen
Stywestuch von Luck sind neutshe Truppen
im Gegenstoß gegen angreifende russische Kräfte.
Bei der
. Heeresgruppe des
benerals Grafen v. etomee.
. ist die Lage unverändert.
on:
Nichts N
ß Oberste Heeresleitung.
WIB. Großes Hauptquartier, der
17. Juli, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Zwischen dem Meere und der Ancre steigerten
die Engländer an mehreren Stellen ihr
Feuer zu größerer Heftigkeit.
Im Sommegebiet blieb die Arlillerieläligleit
beiderseils sehr lebhaft. Es ist zu semölichen
Teilangriffen gekommen, in denen die
Englender in Odillers weiler eindrangen und
die südlich von Biaches zu lebhaften Kämpfen
geführt haben, im übrigen aber schon
im Sperrfeuer icheiterten oder in demselben
nicht zu voller Entwicklung kamen.
Die Zahl der im Kampfe um Siaches gemachten
Gefangenen erhöhte sich auf 4 Off#=ziere
und 306 Mann.
Die am 1. Juli eingeleiteten größeren
französischen Angriffe östlich der Maas wur.
den bis heute Morgen fortgesetzt. Erfolge
erriellte der Gegner in dem blutigen Ringen
nicht, sondern bußte an einigen Stellen Boden
ein
An der übrigen Front keine Ereignisse ron
VBedeulung. Ein frantösiscker Vorfloß im Anschluß
an eine Sprengung nördlich von Oel.
des wurde abgewiesen. Wir sprengten mit
Zutem Erfolg auf der Combres-Höhe.
Eme deutsche Patrouille brachte bel Lauiroicourt
(Lothringen) einige Gefangene ein.
Am 15. Juli sind außer den gestern berichteten
zwei weitere feindliche. Flugzeuge außer
Gefecht gesetzt worden, das eine um Luftkampf
hinler der feindlichen Linie südlich der Somme,
das andere durch Abschuß von der Erde bei
Dreslencourt (Oise) in umerer Front.
Cestlicher Kriegsschauplatz
He cresgruppe des Generalfeldmarschalls
von Hindenburg.
Verflärltes Feuer leitele wesllich und südlic,
von Riga sowie an der Dünafront rursische
Unternehmungen ein. Bei Katerinenhof
(sudlich von Riga) griffen stärkere feindliche
Kräfte cein. Hier hat sich ein lebhaftes Getecht
entwickelt.
Heereogruppe des
Prinzen Leopold.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Heeresgruppe des
Generals von Linsingen.
Süäbdlic von Luck wurde durch den deutschen
Vorstoß der feindlichke Angriff angehalten. Die
Truppen wurden daraufhin zur Verkürzung der
Verteidigungslinie ohne Beläsligung durch den
Gegner hinter die Lipa zurückgeführt. An anderen
Stellen sind die Russen glatt abgewiesen.
Armee des
Generals Grafen v. Bothmer.
Die Lage ist unverändert.
Balkan-Mriegsschauplatz.
Nichte Neues. 3
Oberste Heeerslellung.
Der amtlicke österreichische Vericht.
WIE. Wien, 15. Juli. Amtlich wird ver.
lauthart:
Rufsischer Kriegsschauplaf.
Sudwestlich von Moldawa wurden russische
Abteilungen, die sich gegen unsere Stellungen
votwagten, zersprengt. *
Bei Jablonica, südösftlich von Zabie, brachten
wir in erfolgreichen Smeifungen 200 Ge.
fangene ein.
Bei Delatyn erhöhte Gefechtstätigkeit. Feindliche
Vortruppen, die in der Stadt eingedrungen
waren, wurden an den Südrand zurückgemorsen.
Ein von den Russen südwestlich von
Deiatyn versuchter Angriff brach in unserem
Feuer zusammen. Sonst im Nordosten nichts
Neues. "69
Italienischer Kriegsschauplaß.
Der gestrige Tag verlief auch an der Front
zwischen Brenta und Esch viel ruhiger. Im
allgemeinen beschräntte sich die Gefechtstätigleit
auf Geschutzfeuer. Vereinzelte Vorstöße
des Feindes gegen unsere Stellungen nördlich
des Posinatales und ein größerer Angriff
gegen den Borcolapah wurden abgewiesen.
Südsstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der stellvertretende Chef des Generalstabes:
WITB. Wien, 16. Juli. Amtlich wird verlautbart:
Rufsischer Kriegsschauplatz.
In der Bukowina griff der Feind geslern
unsere Stellungen auf der Höhe Capul und
beim Gestüt Luczina neuerdings an. Er wurde
im Handgemenge geworfen. ,
Die Zahl der bei Jablonica eingebrachten
Gefangenen hat sich auf 3 Offiziere und 316
Mann erhöht.
Im Raume von Nowo-Pochafew scheiterte
ein nächtlicher Vorstoß der Rusfen gegen unsere
Vorposten.
Südwestlich von Luck
Kämpfe im Gange.
Westlich von Torchun schlugen unsere Truppen
einen nach hefiiger Artillerievorbereitung geführten
russischen Angriff zurück.
Italienischer Kriegsschauplaßz.
Auf unseren Stellungen im Raume des Borkolapasses
lag andauernd schweres Artillerieseuer.
Feindliche Flieger belegten Vielgereuth /
erfolglos mit Bomben. Im Gebiete des Tofane
1 brachen weederholte Angriffe der Italiener
zusammen.
Sübsstlicher Kriegsschauplat#.
An der unteren Vojusa Artilleriekämpfe und
Geplänkel.
Der Stellvertreler des Ehets des Generalllahs-*
" 2"
sind wieder stärkere
Gegenstoß gegen die Rufsen bei Lack.
die Schlachl an der Somme.
Der englische Bericht.
London. 15. Juii. General Haig telegra-Dhiert:
„Fruh bei Tagesandruch griff ich das
zweite Pertei digungesrstem des Feindes an.
Unfere Truppen brachen an einer Front von
vier Meilen in die seindlichen Stellungen ein
und erobetten mel;rere itart besenigte Punlte.
Die schweren Kämpfe dauern fort.“
Der spatere amtliche Heeresbericht lautet:
„Wir vermel,rten standig unsere Gewinne und
halien jetz: die zmeite Stellung des Feindes
ron Bazentimie Petit bis Longueval einschl.
und den ganzen Troneswald. Zwei entschlossene
Gegenangrisse des Feindes wurden vollitändig
abgeschlage:. Die Deutichen nahmen spälec
Baienlin#ie Pein zurick. wurden aber unmitlelbar
darauf wieder hinausgeworfen.“
Erganzender anilicher Bericht: „Die Zeit
vom 11. bis 10. Zuli wurde hauptsächlich
daimn benutz, die ungebeuer starten zweiten
Stelinugen des Feindes zu beo'ceßen
oder ionitige Vorbereilungen fur ein weiteres
Vordringen rorzunehme. Der Slurmangriff,
begann heute frul —.. Uhr nach einer heftigen
Beschietzung der uberflulelen feindlichen
Slellungein uf der gamen Angriffsfron:. Wir
machten vi#ele Gefangene. Im Troneswald
enifcklen wir einen Ten des Ropal Went-Kent-Regimen:s,
der wahrend der jungsten Gefechies
ron den audercn brit#cken Truppen getrennt,
ron den Deutichen um ingeit wurde und tapfer
% Stlunden im nörolla###en Teil des Waldes
aushicl!. Das ganze Dorf Bazenkin-le-Petit
blieb in umerer Hand. nachdem die Deutschen
aus ihm im Laufe de? Nachmittags hinausfeworfen
wurden.“
Loendon. 1 . Juli. Aimtlicher Bericht aus
dem britichen Huvtauarner: An der britischen
Front gel: alles gut von statten. An
einer Stelie danen wir den Feind nach
einem drilien Verieidigungssy#stem zurück, dasmehr
als vier Metien hbinler der ursprünglider
cze: Lgaufgrabenlinie bei Fricourt und
Mames lienn Wahrend der letzten 24 Stunden
mackie: wir mehr als 2000 Gefangene,
Worunler iich, ein Regimentskommandeur der 3.
Gar dcoivifion besand. Die Zahl der seit Beginn
der Scklacht gemachten ## ist
jetzt auf uber 10000 gestiegen. Große Me -
gen Kriegsmaterial sind in unsere Hände gesallen.
Brilischer Bericht von 7 Uhr 40 Minuten
abends: Die Briten ruckten gegen Pozieres
und Martinpuich vor. Die Südafrikaner nahmen
den Wald von Delville. Kavallerie operiette
zum ersten Male seil Beginn des RNrieges.
Abteilungen der Gardedragoner und der
Dekben-Reiterei grissen den Feind an, töteten
16 Mann und nahmen 33 gefangen.
Britischer Bericht von 10 Uhr 50 Minuten
abends: Sehr heftiger, den ganzen Tag über
anl,al lender Kampf bei Pozieres und Cuillemont
im Abichnilt der deutschen zweiten
Linie fuhrte zu weileren wichtigen äben
Ersolgen. Die Briten eroberten zwei Walde
drangen in die deutsche dritie Linie —
von Wazentil le-Grand ein und erreichten die
nächste Umgebung von Pozieres.
Wir nahmen den ganzen Wald von Deiville,
östlich Longueval, trohz des verzweifelten Weder-