XV.
Zustand und Veränderungen der daͤnischen
Kanzlei zu Kopenhagen im sechzehnten
und siebenzehnten Jahrhundert. 5)
Der Zustand der dänischen Kaszlei hat sich sehr nach
den verschiedenen Zeitumständen gerichtet; es änderte sich mit
den Erpeditionen nicht nur von einer Regierung zur andern,
sondern oft schon unter einem und eben demselben König,
wenn seine Regierung lange dauerte.
Man kann aber in der Geschichte dieser Veränderungen
nicht höher hinaufgeben, als bis in die Zeiten König Ebristians
III., denn die älteren und altesten Nachrichten sind
großemtheils verloren gegangen, da das Archiv einmal von
König Erich dem Pommer und dann wieder von Christian li.
aus dem Reiche hinweggeschleppt worden. Der Verlust war
überdieß bei dem ersteren Falle noch groͤßer, als bei letzterem,
weil damals nicht nur die seit Aufang des Chrisienthums
*) Aus Meiners und Spittler's Neuem Gött. hist. Mag.
Bd. II. S. 508 — 332. — Nach einem Aufsas, dessen Verfasser
wahrscheinlich der ehemalige Konferenzrarh Niels Slange
ist, der in jüngeren Jahren Kanzleisekretär war. Zum ersten
Male erschien er dänisch in den neuen Suhmischen Sammlungen,
V. I. Heft I. Nr. 1.