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mal unterlassen, dann sagt auch der Kaiser: nun ist es genug! Der Kaiser
fügte sich in die Ablehnung des Kanals, aber vergessen wird er die Kanal--geschichte
nie. Mit jedem Jahrfünft vermehrt sich der Gewitterstoff zwischen
Krone und Getreideadel. Das Gewitter kommt, man weiß nur nicht wann.
Und wenn nun das politische Gewitter kommt, nach dem der deutsche
Boden dürstet, wenn einmal alle Blitze, die in der Hand des Imperators
sind, nach den Schlössern an der Oder und Weichsel hin zucken, wenn die
Abrechnung kommt für eine Schuld von Jahrhunderten, wenn die Tkeuzeit
wie Worgenröte in die Höhe steigt, was macht dann die Demokratie?
Dann lest sie die Dände in den Schoß und lacht, wie es wettert und
donnert in den oberen Regionen! Nein, das kann und darf sie nicht tun!
Das Vaterland, um dessen Sukunft dann gekämpft wird, ist ihr Daterland.
Es wird in diesem Geitpunkt nicht bloß Taktik sein, sondern unmittelbares
Dolkswollen, Lebenstrieb, was der Masse in der Seele spricht: Du und Dein
Kaiser, Ihr gehört zusammen, denn Ihr habt denselben Kampf! 2 KanM
löse, wenn die Seit dazu reif ist, ein einziges Mal den Reichstag auf mit
der offenen Regierungsparole: gegen Brotwucher! Der Erfolg wird überraschend,
überwältigend sein, und im Feuer der gemeinsamen Arbeit für das
Wohl des Janzen deutschen Volkes wird in kurzer Seit viel altes Mißverständnis
schmelzen. Swar Ledebour und Gubeil werden auch dann noch ihre
alten Reden halten, aber diese Reden werden nicht mehr das Bekenntnis der
demokratischen WMillionen sein. Wer aber will ein Deutschland überwinden,
in dem der Kaiser und die Masse sich gefunden habend
Aber steht nicht unverwischbar zwischen Kaiser und Masse der Tag
von Oeynhausen Als dort im schönen westfälischen Bade die treuherzisen
Männer und Frauen jenes urdeutschen Gebietes wie Mauern
standen, ibren Haiser zu begrüßen, sprach der kaiserliche Mund die bekannten
Drohungen, deren Folge die Sinbringung der „Suchthausvorlage"“
war. Wie scharf diese nicht zum Gesetz gewordene Dorlage im Gemüt
der gesamten sozialdemokratischen und nicht sozialdemokratischen Arbeiterbevölkerung
gewirkt hat, weiß und begreift jeder, der dem mühsamen, opfervollen
Kampfe der Arbeiter um bessere Lebenslage seine Aufmerksamkeit
widmet. Ihr Echo ist nicht mit der Stunde verklungen, wo Lieber und
Bassermann dem verhängnisvollen Entwurfe ein schnelles Ende brachten.