Full text : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Zehnter Band. (10)

Zugang:  Zugang:
18993  4335977  18938  53275
1899.  5824  18999  5834
18995  5302  1900  5349
1896  5097  1901L  5729
1897  5653

IV.  Lie  Entbindungsanstalten.
Val.  hierzu  die  Tabelle  auf  S.  28“.

In  den  4  Berichtsjahren  sind  Nachweise  aus  181—180—167—205  Entbindungsanstalten
  eingegangen;  von  diesen  waren  841—83—80  —7)8  öffentliche  und  97—97—87—127
Privatanstalten.

Bei  den  letzteren,  welche  großenteils  nur  je  2  bis  3  Betten  enthielten,  handelt  es
sich  wohl  meist  um  von  Hebammen  geleitete  Anstalten.  Der  weitaus  größte  Teil  dieser
Entbindungsanstalten  entfiel  auf  Preußen  allein  (im  Jahre  1901  113).  Je  eine  größere
Privatentbindungsanstalt  mit  17  bezw.  18  Betten  besaßen  im  Jahre  1901  Baden  und
Elsaß-Lothringen.

Jede  öffentliche  Entbindungsanstalt  enthielt  im  letzten  Jahre  dieser  (der  vorigen)
Berichtszeit  im  Mittel  36/  (35,2)  Betten.  Die  größten  Anstalten  dieser  Art  waren  anscheinend
  im  Königreich  Sachsen  (2  mit  zusammen  291  Betten)  und  in  Berlin  (4  mit  zusammen
  281  Betten).  Durchschnittlich  mehr  als  je  50  Betten  zählten  noch  die  Anstalten
von  Ostpreußen,  Schlesien  und  Braunschweig.  Sehr  kleine  öffentliche  Entbindungsanstalten
besaßen  Schwarzburg-Rudolstadt  (1  mit  3  Betten),  sowie  Lübeck  und  Sachsen-Coburg-Gotha
(e  1  mit  je  10  Betten);  die  letztgenannte  Anstalt  ist  am  1.  Juli  1901  aufgehoben  worden.
Die  eine  früher  in  Bremen  vorhandene  öffentliche  Anstalt  scheint  im  Jahre  1899  ebenfalls
eingegangen  zu  sein,  da  für  die  beiden  letzten  Berichtsjahre  Nachweise  über  sie  nicht  vorliegen.
  Ganz  ohne  öffentliche  Entbindungsanstalten  waren  1901  Hohenzollern,  Mecklenburg-Strelitz,
  Sachsen-Meiningen,  Sachsen-Altenburg,  Anhalt,  sämtliche  Fürstentümer  ausgenommen
Schwarzburg--Rudolstadt  und,  wie  es  scheint,  Bremen.

In  den  öffentlichen  Gebäranstalten  wurden  während  der  Berichtszeit  115  992  Frauen
von  116  819  Kindern  entbunden.

Auf  jede  öffentliche  Anstalt  entfielen  im  Jahre  1901  durchschnittlich  393  Entbindungen
(gegen  292  im  Jahre  1896);  jedes  Anstaltsbett  kam  im  Mittel  10,,  Gebärenden  zugute.
Am  größten  war  die  Belegungsziffer  in  Hamburg,  Bayern  und  Berlin,  sehr  klein  u.  a.  in
Lübeck  und  Oldenburg.  In  Schwarzburg-Rudolstadt  wurden  in  diesem  Jahre  die  3  vorhandenen
  Anstaltsbetten  anscheinend  überhaupt  nicht  benutzt.

Es  kamen  nämlich  im  Jahre  1901  auf  jedes  Bett  Gebärende:

in  Ostpreußen  5,,in  Hannoer  8,6
„Westpreußen  .................  ...  .  .  ...  9  „  Westfsallen  10,
„  Beriin.  14,  „  Hessen-Nassssaaaaa  11,
„  Brandenburg  (ohne  Berlinygg  4,  „  der  Rheinprorininnz.  12,6
„  Pommien  5,083  „  Preußfen  10,#
„  Posen  9“  „„  Bahen  15,
„  Schlessen  ..........  10,s«ingr.Sachsen........................  12,s
»Sachsen.............................  9,s«inWütttemberg........................  11,o

»Schleswig-Holstein»»...............  11,o,,Bqden.....  ........................  9,s