Full text : Historische Untersuchungen. Heft V. (5)

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haben  die  gesanten  der  erbern  frei  und  reichsstett  denselben
beden  puncten  nachgedacht  und  ettlich  beschwernus  und  mifsbreuch
der  gaistlichkeit  halbe,  wie  artickelsweis  hernoch  folgt,  in  verzeichnus
  bracht,  doch  unbegeben  andrer  beschwernus,  die  vergangen
23.  jars  zu  gehaltem  reichstag  zu  Nurnberg  bebstlicher  Heilikait
orator  zugestelt;  auch  wes  die  erbarn  stett  sonsten  mere  von  den
gaistlichen  beschwert  und  iczo  umb  kurz  willen  zu  melden  underlossen:
  derhalben  si  zu  verhutung  kunftigs  unraths  aufrur  und  emporung
  im  hailigen  reich  enderung  und  abwendung  zu  thun  hoch
von  notten  achten.

Zum  ersten  sind  die  armenleut  in  stetten  mit  den  bettelmonchen
  und  terminirern  ubermessig  beschwert,  also  dafs  oftemals
in  einer  statt  zwei  drei  oder  vierlai  bettelmonich  sein,  damit  den
haus-armenleuten,  die  sich  mit  irer  harten  arbait  generet,  erlich
und  in  gemeiner  statt  mitliden  wol  gehalten,  auch  weiber  haben,
mit  kindern  uberfaln  und  alters  oder  krankhait  halb  mit  arbeiten
nimer  neren  kunnen,  ir  geburlich  almusen  und  hilf  entzohen  und
anderswohin  gewendet  wirt,  auch  vill  an  dieselben  und  andre
monich  nnd  frauhen  closter  erbt,  das  nımmer  wider  davon  kumbt.

Item  dieweil  von  etlichen  solcher  bettelorden  vil  sachen  auch
zu  zeiten  unnoturftiglich  gen  Rom  gezogen,  damit  etwa  die
ordinari  pfarrer  und  laien  beschwert  werden,  das  nit  on  merglich  gelt
zuget;  zudem  das  si  auf  das  cardinalat  ires  generals,  auch  sonsten
vilfeltigen  hohen  und  dapfern  costen  aufgewent  haben  und  zum
dail  noch  aufwenden,  und  sich  dan  'dieselben  monich  über  die  jungfrauhen
  celoster  ırens  ordens,  darin  ein  grosse  zall  der  fursten
graffen  freien  adels  und  burger  kinder  sind,  alles  gewalts  underziehen
  und  gebruchen:  stet  zu  besorgen  (ist  auch  an  etlichen
orten  glaublich  erschollen),  dafs  sie  denselben  jungfrauhen  chlostern
aus  obgemelten  und  andern  ursachen  vil  gelez  abnemen  und  entfüren,
  auch  inen  bei  ewiger  gefengnis  verbieten,  ir  anliegen  und
not  niemant  anderm  dann  inen  zu  offenbarn  —  zu  geschwigen  andrer
laster,  so  dieselben  monch  bei  solchen  jungfrau  celostern  uben  und
triben.

Demnach  wirt  fur  gut  angesehen,  dieselben  bettelmonch,
auch  andre  monch  und  closterfrauen  absterben  zu  lassen,  denjenen,
die  nit  in  den  clostern  bleiben  wolten,  leibgeding  zu  geben  und
die  ubermals  in  einen  casten  eins  gemein  almusen  armer  lut  zu
wenden;  was  auch  von  denselben  gutern  bishere  durch  andre  hoch
und  nieder  stands  zu  iren  handen  bracht  und  genomen  were,  dals