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wären, gemeinsam wit den griechischen Truppen die militärischen Operationen
gegen die Türkei zu beginnen. Das Eingreifen wurde abhängig gemacht
von der formellen Garantie der territorialen Unversehrtheit Griechenlands mit
Einschluß von Nord-Epirus und den Inseln für die Dauer des ganzen Krieges
und eines bestimmten Zeitraumes nach demselben. Die territorialen Erwerbungen
Griechenlands in Kleinasien und an anderen Stellen sollten den Gegenstand
einer späteren Beratung bilden.
Die Verhandlungen wurden im Laufe eines ganzen Monats nicht wieder
aufgenommen, und am 14. Mai erklärte der griechische Minister des Auswärtigen,
daß, da die Verbandsmächte offenbar nicht beabsichtigten, die territoriale
Unversehrtheit Griechenlands zu garantieren, das Kabinett Gunaris beschlossen
hätte, auch in Zukunft Neutralität zu bewahren.
\r3. Die Frage der Abtretung Kawallas an Bul-$arien.
Am 2. Februar 1915 beauftragte Venizelos den englischen Gesandten
in Athen, Grey davon zu benachrichtigen, daß er in Übereinstimmung
mit dem König mit der Abtretung Kawallas an die Bulgaren einverstanden wäre
unter der Bedingung. daß Bulgarien auf seiten des Dreiverbandes in den Krieg
eingreifen würde.
Nach dem Rücktritt Venizelos änderte sich der Standpunkt der griechischen
Regierung bezüglich dieser Abtretung, und in einer Note vom 31. März
1915 protestierte sie dagegen, daß in einer Erklärung. die die drei Verhandsgesandten
in Sofia Radoslawow über die Bereitwilligkeit ihrer Regierungen am
29. Mai abgegeben hatten, alle Bemühungen anzuwenden, um Bulgarien die Abtretung
Kawallas zu sichern, diese Bereitwilligkeit Griechenlands erwähnt worden
sei. Dieser Protest wurde unbeautwortet gelassen.
Am 3. August 1915 machten die Gesandten Rußlands, Englands, Frankreichs
und Italiens dem griechischen Minister des Auswärtigen Mitteilung vom
Teil einer Erklärung, die gleichzeitig von dem englischen Gesandten in Sofia
der bulgarischen Regierung abgegeben wurde. und welche die Frage der Überlassung
Kawallas mit seinem Hinterland an die Bulgaren betraf, wobei die Größe
des Hinterlandes ven der Größe der griechischen Erwerbungen in Kleinasien
abhängig gemacht wurde.
Am 12. August überreichte die griechische Regierung eine neue Protestnote
geren die Abtretung Kawallas an Bulgarien.
Nr.4. Die Frage der Abtretung des Bezirks von
Doiran seitens Serbiens an Griechenland. In einem Ge-Spräch
mit dem serbischen Gesandten in Athen am 21. September 1915 verlangte
Venizelos, daß im Falle einer Hilfeleistung Griechenlands an Serbien
letzteres Griechenland den Bezirk von Doiran und Gewgeli abtrete und nach
Erfolgen der Verbündeten gegen die Bulgaren keine Ansprüche mehr auf Strumitza
erhebe.
Am 24. September 1915 erklärte sich die serbische Regierung für den
Fall eines erfolgreichen Krieges mit der Abtretung von Doiran und ebenso mit
der obenerwähnten Verpflichtung bezüglich der Strumitza einverstanden.