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Von Roßbach aus wandte er seine Fahnen ostwärts nach Schlesien.
Es war gerade ein Monat verflossen nach jenem großen Siege,
als er sich anschickte einen anderen, größeren zu erringen, der alle
bisherigen überstrahlte. Da wir uns nicht bekümmern um die
Anzahl der Regimenter und Kanonen, sondern um die moralischen
Kräfte, die in dem Kriege thätig waren: so erfordern diese hier
unsere nähere Betrachtung.
In den Zeiten großer Erregung pflegt es zu geschehen, daß
die aufwallende Begeisterung hervorbricht in poetischen Ergüssen
aller Art. Eine solche Zeit ist diejenige der Jahre 1813 und ferner.
Ein frisches warmes Leben durchzuckt die Menschen und
findet sie bereit zu einer Opferwilligkeit und Freudigkeit, die in
dem farblosen Einerlei des täglichen Jagens und Haschens nach
Erwerb und Genuß der gewöhnlichen Zeiten wie eine jugendliche
Thorheit erscheint. Nicht also war es im siebenjährigen Kriege.
Die schauerliche Zeit war an echter, opferwilliger Begeisterung
vielleicht eben so arm oder ärmer noch als der dreißigjährige Krieg.
Der Krieg von 1813 und den beiden folgenden Jahren hat die
deutsche Nation tief aufgerüttelt, hat in aller und jeder Beziehung
ergiebige Saaten ausgestreut, weil er reich war an Ideen aller
Art. Jene beiden Kriege sind so unsäglich verderblich gewesen,
weil sie arm waren an den Ideen, welche das Leben der Menschen
zu beseelen und zu erhöhen vermögen. Der dreißigjährige Krieg
war verhältnismäßig an poetischen Ergüssen weniger der Begeisterung
als der stillen Ergebung in das unabwendbare Geschick
des Jammers vielleicht noch reicher, als der siebenjährige in seiner
trostlosen geistigen Armuth. Ob Gleims frostig matte Kriegslieder
die Grenadiere Friedrichs in Wahrheit so begeistert haben, wie
man vielfach erzählt, müssen wir dahin gestellt sein lassen. Wenn
nicht die Menschen jener Zeit mit schwächerem Feuer zu erwärmen
waren, als diejenigen unserer Tage: so möchten wir die Möglichkeit
einer solchen Wirkung in anderen Kreisen als in denjenigen