Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1819. (14)

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Heine  beizbare  Stabe  mit  Küche  umd  zwei  Fruchekammern  haft  nebst  elnem  abgesonderken  Wasch=  und
Backhaus  samt  dem  an  das  Haus  ansioßenden  kleinen  Garten,  täglich  in  Auzenschein  nehmen.  Den
Okt.  139.  ·  »  ,  «  Konigl.  Kameralamt.

Freadenthal.  Die  vor  wenlgen  Jahren  ganz  von  Strtin  erbante  berrschafiliche  Zehendschener
dahin,  wie  auch  die  gut  eingerichtete  Kelter  von  2  T#umen,  oberhaib  mir  einer  Wohnung,  sind  durch
die  neuesten  Administratibns  =  Anordnungen  für  die  unterzeichnere  Stelle  entbehrlich  geworden,  und
sollen  höchsten  Befehlen  gemäß  im  off.  nelichen.  Aufskreich  verkauft  werden.  Za  dirser  Werhandlung  ist
Donnerstag  der  28.  November  bestimmr,  und  werden  die  allenfallsigen  Kaufs-Liedhaber  andurch  eingeladen,
  an  ermeldtem  Tag.  Vormirtags  9  Uhr,  im  kameralamxlichen  Geschaftszimmer  sich  einzufinden.
  Die  Kiafs-Bedinguagen  können  d4a%  unterzeichnerer  Stelle  täglich  eingesehen  werden,  und  wird
noch  weirer  hier  angefug",  daß  sowohl  die  Zehendscheuer,  als  die  Kelier,  gonz  gut  zu  Einechrung
  von  geräumigen  Wohnungen  #ch  eignen  würden,  und  daß  der  Kaufschilling  in  sebr  leidens-Vhen
  Zielern  bezahlt  werden  därfen.  Den  31.  Okr.  18:9.  Konittl.  Hof-Kameral-Amr.

Nellingen.  Aus  der  herrschaftlichen  Baumschule  zu  Birkach  werden  dieß  Spätr-Jahr  und  im
nächsten  Früh-Jahr  wieder  veredelte  Obstbiume  und  Pflanzen  in  groß  ren  und  kleineren  Parthien
kauflich  abgegeben.  Die  Preise  sind:  Fuür  einen  hochstämmigen  3  Poee  a4é  r.;  1  dito  Spalier
  #8  kr.;  2  hochstämmiger  Birn-Baum  36  kr.;  „  dito  Spalier  aus  Quieren  "okr.  *½  Persich-Spalier
  26  kr.;  ?„  Apricosen?  Spslier  24kr.9;  „  hochstämmizer  Pfllaumen-Baum  34  kr.;  1  dito.
Spalier  oden  Peramide  25  kr.;  à  hochstämmiger  Zwetschgen  =  Baum  #kr.;  1:  dito  Kuschen-Banm
24.  Ir;  :  hochstämmiger  Mandel-Baum  26  f;  „  dito  Spalier  oder  Pyramide  aokr;  :  Mespel-Ppramide
  15  kr.;  „  Stachelb#rer  =  Pflanze  aus  Saamen  ákr.;  :  dite  englische  Adleger  2:2kr.  ;
Johannisbeel-Stämmchen  gewöhnlicher  Arr##  kr.;  2  dito  holländischer  Art  in  3  Sorten  bkr.;  #chilische
  Erdbeer-Pflanze,  oder  groß  Rlesen  Erdbeer  :z  kr.  Auch  konnen  Birn=  und  Nepfel-Spalier
eder  Ppramiden  auf  Wildlinge,  erstere  zu  15  kr.  und  legtere  zu  52  kr.  per  Stuk  qu  Verlangen  abgeeben
  werden.  Die  Liebhaber  wollen  sich  on  den  Hofgäriner  Walker  in  Dohenbeim  wenden,  und  dem

ben  die  Briefe  und  Gelder  frankirt  zusenden.  Den  #.  Nov.  7820.  Kbnigl:  Kameralamt.

Teittnang.  In  der  verflossenen  Nache  ist  mitrelst  gewaltsamen  Einbruchs  aust  der  hiefigen
Marrkirche  folgendes  enrwender  worden:  d.  silberne  zum  Theil  vergoldere  Monstrasz,  im  Gewicht  zu
199  Lortb,  tarirt  238  fl.  48  kr.,  im  Futze  derselben  ist  David  mit  der  Harsfe  angebracht,  und  kinks
und  reches,  wo  bdas  Sanctiaaimum  hineingebracht  wird,  find  2  Heilige,  etwas  böher  2  Engeb  und  uber
diesen  ein  vergolderer  heiliger  Geist  befindlsch;  4  filberne  Kelche  mit  Paten  and  Lösseln,  im  Gewicht
1  152  Loth,  tarirt  „B82  fi.  3„kr.,  an  3  ist  durchbrochenes  von  Silber  gearbeitetes  Kunstwerk  Fu188

racht;  v.  Kreuzpartikel,  im  Gewicht  z#  46  Loeh,  tarirt  55  fl.  kr;  7  fitberne  Büchsle,
Gewicht,  zu  20  Losh  2  fl.  12  kr.=  kupfernetz  und  vergolde#  Ciborium  l;  o  blau  ruchene  Ministrante
  -Cherrocke  3  fl;  2  Cingula,  weiß,  blau  und  roth  à  &#kr.  afl.  36  kr;  2  versilberte  Mef  känutlen  6  fl.
Eusammen  508  fHl.  „  fr.  Der  Diede  werden  ek  mehrere  gewesen  sern,  sie  find  derzeit  noch  unbekannt,
im  Einstelgen  zum  Fenster  aber  muß  sich  einer  derselben  an  der  Hand,  wabrscheinlich  an  der  Wschren,  t
schen  den  Danmen  und  Zeigeffuger  verwunder  baben,  denn  es  fsind  Sporen  von  Blutverlust  sichtbar.  Man
birret  die  Diebe  und  die  entwendeten  Eckekten  die  erforderliche  Spähe  zu  veranlassen,  und  im  Enrdeunssfalle
  gefälligst  Rachricht  zu  geben.  Der#  3.  Okt.  28.9.  Kinigl.  Oberamtsgericht.

Stuttgart.  Die  GSärtnergesellen  Johann  Friedrich  Merkel  von  hier,  und  ein  gewiser  Louis
Baumgart  angeblich  aus  ·  dem  Preussischen,  welcher  früher  im  Dienst  der  Königl.  Ban=  und  Garten=Direkto
  gevesen,  haben  sich  über  die  Erwerbsart  eimger  von  ibmi  dahier  verkauften  Pflanzen  ausisen;

  dieselbe  werden  daher,  da  ihr  Aufenthalt  undekannt  ist,  hiemit  öffentlich  vorgeladen,  inner-Er
  sechs  Wochen  vor  der  unterzeichneten  Sltelle  zu  erscheinen,  und  sich  des  weitern  zu  gewärtigen.
Den  5.  Nov.  ’3  Könl  l.  Direkrion  der  Residenzstadt.