Metadata : Erläuterungen des Atlas zur Geschichte der sächsischen Länder.

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seits,  in  Folge  dessen  Meißen  an  Konrad  und  der  Rest  der  aͤlteren
Ostmark  (um  Uebigau),  soviel  noch  nicht  wettinisch  war,  an  Albrecht  kam.

Konrad  (der  Große)  Markgraf  zu  Meißen,  vereinigt  nach
und  nach  alles  eilenburger,  brenaer  und  kamburger  Haugsut  (1116.),
sowie  -

1135.  nach  dem  Tode  Heinrichs  (Sohn  Wiprechts)  v.  Groitzsch  einen  Theil
der  groitzscher  Güter,  die  Niederlaufitz,

1143.  die  Grafschaft  Rochlitz,  und  (1144.)  die  Landschaften  Budissin  und  Nisani,
  die  Vogtei  der  Stifter  Meißen,  Merseburg  und  Zeiz  unter  seinem
Seepter.

um  1148.  Bischof  Udo  I.  v.  Naumburg  ruft  fremde  Ansiedler  indie  Elsterund
  Saalgegendenz  auf  gleiche  Weise  kamen  solche  nach  Sachsen,
in's  Meißnische  und  die  Lausitz,  auf  Veranlassung  der  Bischöfe,  Herzöge

und  Markgrafen  derselben.

1157.  stirbt  Markgraf  Konrad  der  Große,  5.  Febr.  Sein  Sohn  Otto  bekommt
die  meißner,  Dietrich  die  lausitzer  Mark  und  das  eilenburger  Erbe  (mit
Osterland  —  Landsberg),  Dedo  Rochlitz  (und  erbte  noch  Groitzsch),
Heinrich  Wettin  und  Friedrich  Brene.  So  bestanden  eine  Zeitlang
fünf  Linien  im  wettinischen  Hause  (Budissin  an  Böhmen).

1162.  Gründung  des  Klosters  Altzelle  bei  Nossen  durch  Markgraf  Otto  (den
Reichen),  dadurch  veranlaßte

1175.  Entdeckung  des  Erzreichthums  im  Oberlande  und  Gründung  der  freien
Bergstadt  Freiberg  daselbst:  Hebung  des  Handels  durch  Reichthum
und  Gründung  der  leipziger  Messen.

um  1180.  Otto's  Erbtheilung:  daraus  folgt  Kampf  seiner  Söhne,  Albrecht
und  Dietrich,  wider  den  Vater,  welcher  18.  Febr.  1190  stirbt.

1185.  stirbt  Dietrich  Markgraf  von  Landsberg  (Erbauer  von  Schilda);

1190.  stirbt  dessen  Bruder  und  Nachfolger  (13.  Aug.),  Dedo  (der  Fette),  Graf
zu  Nochlitz  (gründete  1174  das  Kloster  schillen).

—  —  Albrecht,  Markgraf  zu  Meißen  im  Kampfe  um  das  Erbe  mit  seinem
Bruder  Dietrich,  Graf  zu  Weißenfels  (Schwiegersohn  des  Landgrafen

  Hermann  von  Thüringen),  sowie  mit  dem  deutschen  Kaiser  Heinrich
VI.  —  Albrecht  stirbt  1195,  25.  Juni:  sein  Bruder  und  Nachfolger  Dietrich
  (der  Bedrängte).  ·

um  1200.  Die  wichtigeren  Städte  im  wettiner  Gebiete  sind:  Merseburg,  Leipzig,
  Naumburg,  Grimma,  Belgern,  Budissin,  Görlitz,  Guben,  Herzberg,
Lommatsch,  Meißen,  Hain,  Eilenburg,  Freiberg,  Wurzen.

1205.  Entstehung  der  Klosterschule  zu  St.  Afra  in  Meißen.