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martialische Tradition nicht untergehen zu lassen in Advocatengezänk
und Professorendebatten, bei aller möglichen Rücksicht auf
die Volksrechte. Wie der absolute Monarch früher, nach dem
eigenen Zugeständniß der Deutschen Zeitung, die Gewalt in
Preußen nicht mißbrauchte, sondern zum Wohl des Volkes anwandte,
so soll nun anch das Volk seine Gewalt nicht mißbrauchen,
sondern zum Wohl der Monarchie anwenden, und es
soll im demokratischen Jahrhundert durch das Volk dem Fürsten
zu gute kommen was im despotischen Jahrhundert durch den
Fürsten dem Volk zu gute kam. Mehr will der König in der
That nicht, und hierin liegt der Schlüssel der ganzen dermaligen
preußischen Politik. Sie ist aber eine natürliche und nothwendige,
nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Tradition und der
Ehre, sondern auch unter dem der Zukunft und des gemeinen
Besten.
Die kleinen Rechtsfragen der innern Politik, welche den
breiten Vordergrund der Gegenwart einnehmen und den Streit
zwischen Volk und Krone veranlassen, sind nicht die wichtigsten.
Viel wichtigere Fragen der äußeren Politik, betreffend die großen
Rechte deutscher Nationalität gegenüber dem Ausland, die Kräftigung
des deutschen Bundes und Ausdehnung des Zollvereins,
werden sich in der Zukunft aufdrängen. Diese Fragen aber
verlangen, wenn sie befriedigend erledigt werden sollen, die unbedingte
Einigkeit zwischen Volk und Krone. Wenn die Beantwortung
dieser Frage uns nahe rückt, wird der Liberalismus
hoffentlich in seinem Bildungsgang weit genug vorgerückt seyn,
um einzusehen, welch größerer Segen in der Vereinigung der
Volks= und Fürstenkraft als in deren Trennung liegt. Die
Deutsche Zeitung rühmt in einem ihrer preußischen Artikel, daß
jetzt die Volkskraft walte, nicht mehr die Fürstenkraft. Der
König von Preußen will nicht die erstere unterdrücken und letztere
wieder allein herrschen lassen, sondern strebt die innige Verbin-Menzel.
Was hat Preußen für Deutschlend geleistet? 11