Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1819. (14)

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8.  41.
Schluß.

Indem  Wir  nun  zu  wirklicher  Vollziehung  vorstehender  Anordnungen  das  Erfordersiche
  ungesaͤumt  zu  verfügen  gedenken,  so  wiederholen  Wir  die  schon  in  Unserem  Orgaalsations-Edikte
  vom  3  #.  Dec.  3:8  ertheilte,  und  durch  die  seitherige  Vollziehung  desselben
  binreichend  bethätigte  Versicherung,  daß  diejenigen,  welche  durch  die  neuen  Elnrichtungen
  in  ihren  bisherigen  Amts-Verhältnissen  beeinträchtigt  werden,  ihren  Verdiensten  gemaͤß
  anderwärts  angestellt  und  für  ihren  etwaigen  Verlust  an  gesetzlichem  Einkommen  nach
Billigkeit  entschädigt  werden  sollen.  ç

Gecgeben  Stuttgart  den  39.  Auglst  1819.

Wilheim.
Auf  Befehl  des  Kdnigs:
der  Staats=  Sekretär
Vellnagel.

Beilage  Lit.  A.
Vorschrift  fuͤr  die  Uniform  der  Gerichts-Notarien.

1.)  Die  gewbhnliche  Uniform  besteht  in  einem  dunkelblauen  Unlforms-Rock  mie
#Aufschlägen  von  amaranthrothem  Tuch,  die  in  einem  spitzen  Winkel  zusammenlaufen  (K).
Der  Kragen  ist  von  der  Farbe  des  Recks;  jedoch  sind  dessen  beide  Enden  drei  Zoll  breit
(Decimal-Maaß)  mit  amaranthrotsem  Tuche  besetzt.  An  diesem  Rock  befinden  sich  vornen
acht  gelbe  Wappenknörfe,  welche  alle  zugemacht  werden,  zwei  auf  dem  Kragen  (je  einer
an  dem  Schluß  der  Besetzung),  einer  auf  dem  spitzen  Ewe  jedes  Aufschlags,  drei  eben
selche  unter  jeder  Tasche,  zwei  an  den  Hüften,  und  zwei  unten  in  den  Rockfalten.

Zu  dem  Nock  werden  dunkelblaue  lange  Beinkleider  getragen;  letztere  können  im  gewbhnlichen
  Dienst  auch  grau  oder  von  Nanking  seon.  Dazu  kommen  ein  weißes  Gilet
von  Tuch,  dann  Stiefeln,  ein  dreieckigter  Hut  mit  Kokarde  und  doppelter  goldner  Schleife
und  ein  Degen  mit  gelbem  Griff.

:)  Zur  Staats  Uniferm  wird  der  gewöhnliche  Uniforms  Reck,  dann  weiße  kurze
Beinkleider,  weiße  Weste,  weiße  seidene  Strümpfe,  Schuhe  mit  gelben  Schnallen  und
Hut  und  Degen  wic  bei  der  gewöhnlichen  Umferm  getragen.

Es  bängt  von  den  Gerichts-Motarien  obllig  ab,  ob  sie  außer  dem  Dienst  Uniform
tragen  weklen  oder  nicht.  Nur  mus  überhaupt,  wenn  Uniform  angelegt  wird,  diese  vorschriftmäßig
  getragen  werden;  die  Gerichts-Notarien  dürfen  daher  z.  B.  nicht  ohne
Degen  oder  mit  einem  runden  Hut  in  Uniferm  erscheinen.

Die  Muster  zu  den  vorgeschriebenen  Uniferm-Stücken  sind  auf  der  Kanzlei  der
#Aemter-Organisatiens-Vellziehungo-Cemmission  einzusehen.