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wiedert sehr geschickt: „Es ist richtig, man muß zur rechten Zeit
in die Welt kommen. Das dürfte den Helden trösten, von welchem
E. K. H. eine so hohe Meinung haben, wenn er nämlich Philosophie
besitzt. Für meinen Helden bin ich nicht besorgt. Er wird
den Vortheil der überlegenen Geister haben, d. h. er wird sich zum
Meister der Umstände machen. Er wird sie hervorrufen. Er wird
sie leiten nach seinem Willen durch seine Weisheit und Festigkeit,
seine Mäßigung oder seine Bravour, wie der Fall und das Bedürfnis
es mit sich bringen.“
Irren wir nicht, so sind diese Worte von Bedeutung für den
Prinzen geworden. Sie lassen sich kürzer zusammendrängen: wenn
die Gelegenheit zum Kriege nicht da ist, so wird ein großer Geist
sie machen.
Aber freilich, abermals und abermals trat die rosige Zukunft
des Kriegführens und Ruhmgewinnens zurück vor der düsteren
Wirklichkeit. Wenn sein Vater ihn ruft: so muß er erscheinen.
Das Verhältnis ist ein allgemein bekanntes. Der Prinz selbst
bespricht es in Briefen an seine Geschwister, sogar an die ihm
angetraute Prinzessin. Aber er selbst schildert auch die fast unglaubliche
Weise, wie er sich dabei benimmt. Er schreibt es an
Camas::) „Der König ist so bitter, sein Haß gegen mich zeigt
sich in so verschiedener Gestalt, daß wenn ich nicht wäre, der ich
bin, ich seit langem meinen Abschied gefordert haben würde. Ich
würde tausendmal lieber mein Brot ehrenhaft erbetteln, als von
dem Kummer leben, den ich hier verschlucken muß. Alle Welt ist
dessen Zeuge, und alle Welt spricht davon, und ich weiß doch mein
Verbrechen nicht, wenn es nicht dasjenige ist, daß ich sein Erbe
bin. Ich lasse mir die härtesten Dinge sagen, ohne das Gesicht
zu verziehen, ohne mich zu rühren, und fange nach solchen Beschimpfungen
Gespräche an, als hätte ich nichts gehört.“
1) Oenv. XVI. 159.