7. Fastolff, Juli; Frucht groß, purpurrot,
8. Superlative, Juli; Frucht sehr groß, dunkelrot.
Die Erdbeere. Neben den holzigen Obstarten verdient
die Erdbeere wegen ihres Wohlgeschmacks und ihrer frühen
Reife weiteste Beachtung; sie hat auch wegen der geringen
Rauminanspruchnahme und leichten Kulturfähigkeit bereitwillige
Aufnahme im Kleingarten gefunden. Infolge ihrer
Eigenschaft als Staude verlangt sie eine von den holzigen
Obstträgern grundverschiedene Behandlungsweise. Sie beansprucht
einen frischen, nahrhaften Gartenboden, der reichlich
mit Rinderdung versehen und gut mit Spaten gelockert sein
muß, sowie sonnige Lage. Junge, bewurzelte Ablegerpflanzen
werden, am vorteilhaftesten im August, auf Beete
mit 40—50 cm Reihenabstand und 40 cm Entfernung in
den Reihen gepflanzt. An jede Pflanzstelle kommen 3 Pflanzen
und zwar etwa 10 cm von einander im Dreiecksverbande.
Auch Frühjahrspflanzung, im März-April, ist anwendbar,
doch bringt diese erst im nächsten Jahre Ertrag, weil hierbei
die sich entwickelnden Blüten zur Kräftigung der Pflanzen
entfernt werden müssen. Bei der Herbstpflanzung hingegen
kann man schon im kommenden Sommer ernten; man gewinnt
dabei also ein halbes Jahr.
In schwerem Boden ist die Pflanzung fleißig zu hacken,
in leichtem jäte man nur das Unkraut aus.
Alljährlich im August werden die Pflanzen entrankt
und die gewonnenen Ableger, nur von kräftigen, reichragenden
Pflanzen guter Sorten, zur Neuanlage von Folgebeeten
verwendet. Gleichzeitig düngt man die alten Beete
mit 80 g Thomasmehl und 50—60 g 40prozentigem Kali
oder 80 g Kainit auf das Raummeter. In der weiteren
Folge deckt man die tragenden Beete zwischen den Pflanzen
im Februar mit strohigem Stalldung ab, der bis nach der
Ernte liegen bleiben kann und dann flach untergebracht
wird. Man erhält auf diese Weise reine, von Erde freie
Früchte, weil diese auf dem vom Regen und Gießen rein ge-