Full text : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Vierter Band. (4)

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Bruchleiden  waren  bei  16  011  Personen  Gegenstand  der  Anstaltsbehandlung.  An
nicht  eingeklemmten  Hernien  litten  2920  Männern  und  898  Frauen;  gestorben  sind
hiervon  55  Kranke.  Eingeklemmte  Brüche  waren  besonders  häufig  im  Osten  und  Norden,
vergleichsweise  sehr  selten  in  ganz  Süddeutschland  und  dem  größten  Theile  des  westlichen
Deutschlands.  Von  je  1.000  Anstaltsfällen  betrafen  nämlich  eingeklemmte  Brüche:

im  Deutschen  Neiches  4,
in  Ostpreußßen  6,,
„  Westpreußen  6,0
„Berlin  .....  .  ....  .  ..  .  .....  ...  ..  .  .  .  ..  .  ..  6,“
„  Brandenburg  5,n
„  Pommen  8,0
"„  PKoosen  6,
„  Schleseen  4,T
"  Saochhen  6,
„  Schleswig-Holsten  6,h
„  Hannordber  *
„  Westfaln  3,5
„  Hessen-Nafinnnnn  5,
„  ber  Rheinprovrizz  46

in  Bahen  2,0
„  Sachhhheen  7.
„  Württembteer  2,
„  Ben  8,0
Seisen  2,8
„"  Mecklenburg-Schwerin  4,r
„  Sachsen-Weimar  und  den  3  thüring.  Herzogthümien:
  4,1
„  Oldenbreg  2,
„Braunschweig  ..........................  4,#
"  Lübegnanana  4%
„  Brezenn  2,6
„Hamburg  ...  .  ..  ....................  ...  2,
„Elsaß-Lothringen  .......................  8,

43,29/0  der  Behandelten  waren  weiblichen  Geschlechts,  mit  Tode  gingen  1846  =  151%  ab.
Krankheiten  der  Milz  veranlaßten  488  Aufnahmen  (mit  34  Todesfällen),  davon
verhältnißmäßig  viele  (40)  in  Baden,  251  in  Preußen.
An  Krankheiten  der  Leber  und  ihrer  Ausführungsgänge

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im  Deutschen  Reiche  4.,  17,  sin  Bahen  3,  14,
in  Ostpreuße  4,  23,Q:  Sachen  45  21,
„  Westpreußßßen  45  20,Württembtreeeerg  3  10,
„%  Berlin  68  1553  Baden  54%
„Brandenburg....  .  .  ..  .  ..  ...  ...  3  20:„  Hessen  563  15
.  Pommen  5“519;„  Mecklenburg-Schwerin  4%  20,
„  Hosen  5,#  199“  Sachsen-Weimar  und  den  3  thüring.
„  Schlesen  5,22  16  Herzogthümern  .........  .  3,6  18
„  Sachsernrn  4%  15,  „  Oldenbuntnegeg  3,,17
„  Schleswig-Holsten  2  25,,  „  Braunschwigg  3u9t
„  Hannoren  3,5  14  Lübegag  4,1  16,
„Westfalen.....................  45  222%%  Bremen  ......  .............  ...  4%  18,
%  Hessen-Nassann  45  14%  Hamburg  53  21
„der  Rheinprovinz  5%  154  Elsaß-Lothrinen  8:  24,

Aus  der  vorstehenden  Uebersicht  gewinnt  man  von  der  örtlichen  Verbreitung  der  Leberkrankheiten,
  welche  übrigens  in  einer,  die  verschiedenartigsten  Erkrankungen  der  Leber  und
Gallenblase  behandelnden  Schemanummer  zusammengefaßt  sind,  etwa  folgendes  Bild.  Am
stärksten  verbreitet  sind  dieselben,  außer  in  Berlin  und  Hamburg,  in  Pommern,  Posen,
Schlesien,  sodann  in  beinahe  allen  am  Flußlaufe  des  Rheins  liegenden  Gebieten,  nämlich
der  Rheinprovinz,  Hessen,  Baden  und  namentlich  den  Reichslanden.  Fast  ganz  Norddeutschland
  und  ein  Theil  der  mitteldeutschen  Staatsgebiete  zeichnen  sich  durch  hohe  Sterbeziffern
  aus;  es  müssen  also  dort  vorwiegend  schwerere  Formen  der  Leberkrankheiten  in  Be-