Volltext : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1820. (15)

oder:
„  ist  nicht  erschlenen.  Sein  Vater  ver-„langt
  zwar  seine  Befreiung,  weil  er  seln
„ältester  Sohn  ist.  Da  aber'  "
CHler  die  Unstattheftlekelt  der  Befrelung
kurz  auszufuͤhren.)  u.  s.  w.

Uebrigens  ist  bei  denen,  welche  vorlaufig
  bezeichnet  werben,  jedesmal  zu
bemerken,  daß  sie  nicht  erschienen  stad,
weil  hlerauf  die  vorlaͤufige  Bejelchnung
wesentlich  berubt.

5.)  Entscheidung:
zeichnet.“

Entscheidungsgruͤnde  (nach  Perschledenbeit
  des  Falles)  „„einziger  Sohn.
„Das  Alter  des  Vaters,  wovon  die
,„Befreiung  abhängt,  noch  zweifelhaft.
„  Der  Vater  verspricht  noch  einen  Tauf-„schein
  beizubringen,  um  den  er  schon
„vor  geraumer  Zeit  in  seinen  Geburtsort
  geschrleben.“

„Uebrigens  diensttüchtig  “  (falls  nämlich
  der  Militärpflichtige  anwesend  und
sonach  besichtigt  worden  ist,)

oder:
„über  dle  Diensttüchtigkelt  des  N.  konnte
nicht  erkannt  werden,  weil  er  nicht
„bei  der  Aushebung  erschienen.“

Bei  den  bedingungsweise  Bezelchneten
  ist  jedesmal  anzumerken,  ob  sle  diensttächtig
  erfunden  worden,  oder  daß  über

„  bedlugungsweise  be-5



ühre  Dlensttächtügkest,  well  ste  nicht  erschleuen,
  alcht  habe  erkann#  werden  können.
#.  75.

In  die  Protokolle  des  Krels-Rekrutie
rungsraths  wird  zunschst  dasjenige,  was
die  Verhandlung  im  Ganzen  betriff#,  aufgenommen.


Für  die  Vechandlungen,  welche  die
Milltsrpflchtlgen  im  Einzelnen  betreffen,
IK  die  sechste,  siebente,  achte  und  neunte
Colonne  der  Zlehungsliste  bestimme,  welche
als  ergänzender  Theil  des  Protokolls  anwusehen
  ist.

Jedoch  soll  in  dem  Protekoll  der  worläusigen
  Verpslichtung  derer,  welche  zur
Elmreihung  deftnitiv  bezeichnet  werden,
mit  persbnlicher  Benennung  der  Einzelnen
  Erwähnung  geschehen.

Auch  soll  in  dem  bei  der  Rachaushebung
  zu  führenden  Protekoll  angeführt
werden,  welche  Militrpflichtlgen  jeden
Tag  vor  dem  Kreis-Rekrutirungsrath  erschienen
  sind.

Da  übrigens  der  Kreis-Rekratirungsrath
  die  erkennende  Behbrde  ist;  so  find
die,  auf  die  Befreiungsgründe  sich  bejiehenden
  Beweisurkunden  dem,  für
den  Kreis-Rekrutirungsrath  bestimmten
Eremplar  der  Zlehungsliste  beizulegen,
und  seiner  Zeit  in  der  Reglstratur  der
Kreis-Regierung  aufzubewahren.