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nung überein, daß man nur einen Willen in Christo annehmen
könne, und es fanden sich auch wirklich mehrere Stellen,
daß orthodore Vaͤter so gesprochen hatten; Phraseologie
der Alten aber war damals immer einziges Kriterium der
Wahrheit; welche hier sogar noch durch die Uebereinstimmung
der drei großen Patriarchen zu Rom, Constantinopel
und, Alerandrien außer allen Jweifel gesetzt wurde. Diese von
Orthodoren und Monophysiten so angenommene Meinung
aber hielt man nun leider für einen Vereinigungspunct beider
Partien, und Kaiser Heraklius, der zu Anfang des siebenten
Jahrhunderts mit den Persern um die Existenz seines
Reichs kämpfen mußte, hatte alle Ursache, eine Vereinigung
zu wünschen, um die getheilten Kräfte seines Reichs bei so
aufgehäuften Drangsalen zur Gegenwehr zu vereinigen.
Einem Moͤnch zu Alerandrien Sophronius kam es zuerst
in Sinn, den bisher allgemein angenommenen Satz als
Heterodorie zu bestreiten; doch der einzelne Mönch gab sich
bald wieder zufrieden. Kaum hatte es ihm aber geglückt,
Patriarch von Jerusalem zu werden, so verfluchte er auf einer
Synode die Lehre von einem Millen, und erklärte für
nothwendige Orthodorie, zwei Willen und zwei Wirkungen
in Chrisio zu bekennen.
Man suchte durch Versprechungen eines wechseleweisen
Stillschweigens allen weitern Ausbruch zu verhüten; weil
aber solche Privatversprechungen wenig nützten, so ließ endlich
der Kaiser selbst ein Edict (Ecthesin) ergehn, worin zwar
die Lehre von einem Willen gebilligt, aber überall verboten
wurde, von einem oder von zwei Willen zu sprechen. So
weit die Macht des Kaisers reichte, so weit wurde das Verbot
gehalten, aber der Bischof von Rom Johann IV. welchen
die Partie des Sophronius gewonnen hatte, und der
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