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2. Des Khnigl. katbolischen Kirchenrakbe.
Die Industrie-Schulen, und die Schrift des Sekretärs Schmidlin darüber betreffend.
In dem F. :4 der allgemeinen Schul-Ordnung
vom 10. Sept. 1308 wurde angeerdnet,
daß überell mit den Elementar-Schulen
eine Arbeitsschule verbunden werden
foll, um die Kinder früher an eine
nätzliche Thärigkelt zu gewbönen, und sie
mit allerlel Hülfsmitteln der Industric bekonnt
zu machen.
In der Druckschrift:
„ Ueber bffeutliche Kinder-In-„dustrie-Anstalten
äüberhaupt,
„ und lnSsbesondere in Württem-„berg,
von Johann Gottlieb
„ Schmldlin, Sekretär der Cen-„
tral-Leitung des Württember-„
gischen Wohlthéátigkeits-Ver-„
eins (Stuttgart 1881. Preis 43 kr.
„ bel dem Verfasser)“
tnd die Erfahrungen, welche In den ver-Schledemen
Arbeitsschulen hlerüber bisher gemaldt
wurden, gesammelt und mli neuen,
fshr zweckmäßigen Vorschlägen verbunden.
Den gemeinschaftlichen Oberämtern und
Schul. Inspektoraten wird deshalb die Aur
schaffung dieser Schrift für dle Lokal-Schul?
Bibliotheken aus den Gemeinde= und Siiß
tungs-Kassen nachdräcklich empfohlen.
Zugleich wird der Auftrag erneuert, in
ihren Amtsbezirken den Industrie· Schulen
und Kinder- Beschaͤftigungs-Anstalten ferner
alle Aufmerksamkelt zu widmen. Die Schul-Inspektoren
haben in ihrem Visltailons=Bericht
jährlich von elnem jeden Orte ihres
Bezirks bestimmt anzugeben, ob eine Invustrie=
Schule vorhanden sey; womit die
Kinder in derselben beschäftigt werden; ob
alle Schüler, oder nur dle Kinder der Armen
daran Theil nehmen; ob der Unterricht
im Winter und Semmer gegeben werde;
wie vlele Stunden täglich oder wochentlich;
wer ihn ertheile, und welche Belehnung
dafär ausgesetzt sen; ob keine arbeilsfäbise
Kinder unbeschäftigt gelassen werden; welche
Geistliche und Orts-Vorsteher sich um die
Einführung ordemtlicher Industrie Schulen,
oder wenigstens um Beschäfiigung der armen
Schüler Verdienste erwarben, oder
der ihnen zu Gebot stehenden Mittel ungeachtet,
saumselig bewlesen haben.
Stuttgart den 13. April 1821.
Auf besondern Befehl.
Camerer.