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In denjenigen Fällen, wo der Druck eines engen Beckens
erheblichere Verletzungen an dem Kopfe des Kindes bewirkt
hat (s. o. 5. 247.), wird in der Regel schon wegen der
Schwierigkeiten der Geburt ein Arzt hinzugezogen sein. Wäre es
nicht der Fall gewesen, so müßte es jetzt geschehen, da der Arzt bisweilen
den möglichen schlimmen Folgen solcher Verletzungen (s. u.
8. 400.) vorbeugen kann. Die Hebamme nehme auch die bloßen
Quetschungen der Kopfhaut nicht leicht, sobald durch die Stärke
oder die Dauer des Druckes dort ein wirklicher Schorf erzeug ist.
Denn nach dem Abfalle desselben bleibt ein Geschwür zurück, von
dem unter ungünstigen Verhältnissen eine nicht gefahrlose Entzündung
auf die Umgebung sich ausbreiten kann.
8. 386.
Je gewissenhafter sich die Hebamme nach den ihr für die Pflege
eines neugeborenen Kindes gegebenen Vorschriften richtet (s. o. 8. 143
bis 147.), und je pünktlicher ihre Anordnungen alsdann befolgt
werden, um so mehr darf sie hoffen, ein gesund und lebensfrisch geborenes
Kind gesund zu erhalten. Um aber zu erkennen, ob ein
Kind krank, und die Hülfe eines Arztes nothwendig sei, achte sie
auf folgende Zeichen;
8. a287.
1. Jedes Kind ist für gefährlich krank zu halten, welches
die Brust der Mutter (oder Amme) längere Zeit nicht neh—
men will, nachdem es früher begierig gesogen hat.
8. 388.
2. Eben so ist jedes Kind für gefährlich krank zu halten,
welches eine besondere Unruhe zeigt, wenig oder gar nicht
schläft und anhaltend schreit, ohne daß man Hunger (s. o.
5. 145.), oder ein durch den Druck der Bekleidung, die Nässe der
Windeln u. s. w. veranlaßtes Unbehagen als Ursache erkennen kann.
Je kränker das Kind ist, um so mehr pflegt dabei die Stimme verändert
zu sein; sie wird kläglich, wimmernd, und bei sehr schwerer
Krankheit verliert das Kind seine Stimme ganz. Fühlt sich zugleich