Contents : Für unsere Kleinen. Hessische Fibel. 2. Teil. (2)

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42.  Nur  nicht  verzagt!

Da  ist  nun  der  Mai!  Da  grünen  die  Felder,  die  Gärten,  die
Wälder,  da  rauschen  die  Quellen,  da  singen  und  springen  die  Vögel
herbei,  da  laufen  die  Kinder,  die  Mädchen,  die  Buben,  aus  Kammern
und  Stuben  hinaus,  hinaus  aus  dem  Haus!

Ein  einzig  Tierlein  dort,  wie  sehr  es  sich  auch  strecke,  kann
nicht  vom  Hause  fort,  es  ist  die  arme  Schnecke.  Ob  sie  deshalb
sich  schämt,  wohl  gar  darum  sich  grämt?  O  nein,  sie  denkt  mit
Lachen:  Es  wird  sich  doch  noch  machen!  Sie  denkt  sich's  so  und
so,  und  endlich  ruft  sie  froh:  „Ja,  ja,  so  wird  sich's  schicken:  ich
nehme  mein  Haus  auf  den  Rücken!“  Und  richtig,  es  geht,  und  die
Schnecke,  seht,  kann  nun  mit  allen  andern  vergnügt  in  den  Frühling
wandern.  Robert  Reinick.

43.  Der  Frosch.

1.  Der  Frosch  sitzt  in  dem  Rohre,
der  dicke,  breite  Mann,
und  singt  sein  Abendliedchen,
so  gut  er  singen  kann.
Quak,  quak!

2.  Er  meint,  es  klingt  gar  herrlich,
könnt's  niemand  so  wie  er;
er  bläst  sich  auf  gewaltig,
meint  Wunder,  was  er  wär'.
Quak,  quak!

3.  Mit  seinem  breiten  Maule
fängt  er  sich  Mücken  ein,
guckt  mit  den  dicken  Augen
froh  nach  der  Sonne  Schein.

Quak,  quak!

4.  Das  ist  ein  ewig  Quaken;
er  wird  es  nimmer  müd,
so  lange  noch  ein  Blümchen
im  Wiesengrund  nur  blüht.
Quak,  quak!