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Silber, dessen Umfang im Verhältnisse zu seinem Werthe
mehr als dreißig Mal größer ist als der des Goldes, erschwert bei
großen Summen den Transport sebr. Ersteres nutzt sich als
Gepräge weit mehr ab als letzteres. Diese Abnutzung wird aber
deßhalb bei Silbermunzen noch stärker, als bei Goldmünzen, weil
sie durch viel mehr Hände gehen. “) Silber-Barren sind daher
zum Abschreiben von einem Conto auf das andere bei Ausgleichung
großer Werthe außerordentlich bequem und vortheilhaft. Im
Kleinhandel, besonders als Scheidemünze kann Silbergeld jedoch
nicht entbehrt werden.
Gold-Barren würden, wie man sieht, einen Theil dieses
Vortheils einbüßen, dürften hier auch seltener vorkommen als
Gold-Münzen, die doch gewiß zur Ausgleichung bequemer sind
als Barren. Wir schließen übrignes die Annahme der Gold-Barren
nicht aus, nur wollen wir sie nicht aufbewahren, um
dagegen abschreiben zu lassen, oder sie eventuell in natura zurück
zu geben, weil wir 1) in der projectirten Bank keine lebenden
Conti zu führen beabsichtigen und 2) durch Umwechslung der Barren
gegen Münzen, oder gegen die, dieselben vertretenden Scheine,
uns einen Nutzen für die Contanten-Bank versprechen.
Analog mit diesen Scheinen sind die Noten, welche der
berliner Bankverein schon seit vielen Jahren ausgibt. Sie
haben sich als zweckmäßiges Zahlungsmittel bewährt und übertreffen
in mancher Hinsicht die hamburger Bankzahlungen, weil
sie in einem Tage durch viele Hände gehen können, bei Vorzeigung
aber sogleich baar eingelöst werden. Wie schwerfillig
ist im Vergleich mit diesem Geschäftsgange das hiesige Ab= und
Zuschreiben!
Der Hauptzweck des von uns vorgeschlagenen Instituts
*) In der londoner Münze schlägt man diese Abnutzung auf 10 péCt.
auf 36 Jahre an. Beim Münz-Congreß von 1838 ergaben die Experimente
eine geringere Abnutzung. Jacob schätßt den jährlichen Verlust durch Reibung
der Münzen bei Silber auf ½1s0, bei Gold auf 600.