Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

 

 

Der  „Roseuhemer  geba
und  —  —  Der

aulich  nacimnittags  4  uhr  (mu  Ausnuhme  der
bubhe  .  7  beträgt  viertellährlich  1  Mark  95  Sire
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osenheimer  Anzeiger

 

nahme  oon

 

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gtion  Haase#n- 



 

Rosenheimer  Tagblatt

Amtbliches  Publikasions-Organ.

 

Nummer  16

Freitag,  21.  Janar  1916

—  *—*M  Jahrgans

Raiser  Wilpelm  und  Rönig  Terdinand  von  Bulgarien  in  Nisch.

Die  Finanzlage  Bayerns.

—  Wertvolle  englische  Geständnifse.  —  Die  englische  Blockade  gegen  Deutschland.  —  Die  Minister

des  Vierverbandes  in  London.  —  Eine  neue  Schlacht  in  Ostgalizien.  —  Italien  und  die  Niederzwingung  Montenegros.  —
Griechenlands  Not.  —  Rußland  und  Japan.

Zur  Waskenstrechung  Mantenepro#s.

DODi  sirlegslage.

VWT.  WroesehSaunta##uriter,  den
19.  Jan.,  vormittags.  Amtlich.

Westlicher  Kriegsschauplatz

An  der  PMerfront  stieß  eine  kleine  deutsche
Abteilung  in  den  feindlichen  Graben  vor  und
erbeutete  ein  Maschinengewehr.  Lebhafte  beiderseitige
  Sprengtäligkeit  auf  der  Front  westlich
  von  Lille  bis  südlich  der  Somme.  Nachts
Wrfen  feindliche  Flieger  Bomben  auf  Metz;
bisher  ist  nur  Sachschaden  gemeldet.  Ein  feindliches
  Flugzeug  stürzte  gegen  Morgen  füdöstlich
  von  Thiaucourt  ab.  Von  seinen  Insassen
ist  einer  tot.

Oestlicher  Kriegsschauplatz.

An  der  Front  nichts  Neues.  Deutsche  Flugzeuggeschwader
  griffen  feindliche  Magazinorte
und  den  Flughafen  von  Tarnopol  an.

Balkan-Kriegsschsuplatz.

Die  Lage  ist  unverändert.

Oberste  Heeresleitung.
Is-Der

  amtliche  österreichische  Bericht.

W'rB.  Wien,  19.  Jan.  Amtlich  wird  gemeldet:


Rufsisc#r  Kricyss####en#

Der  gestrige  Tag  verlief  ruhig.  Heute  in  den
frühesten  Morgenstunden  entbrannte  an  der
Grenze  östlich  von  Czernowitz,  bei  Toporoutz  und
Bojan,  eine  neue  Schlacht.  Der  Feind  sehte
abermals  zahlreiche  Kolonnen  ein  und  führte
an  einzelnen  Stellen  vier  Angriffe  nacheinander.
Er  wurde  jedoch  überall  von  den  tapferen  Verteidigern
  zurückgeworfen.

Sonst  keine  wesentlichen  Ereignisse.

Italienisser  LKen#nti#i.
Angrisse  schwächerer  feindlicher  Abteilungen
bei  Lusern  und  gegen  den  Tolmeiner  Brük.
kenkopf  wurden  abgewiesen.  k%
Sabstelicker  Kricgefmess
Bei  der  Besetzung  von  Virpazar  haben  unsere
  Truppen,  wie  nachträglich  gemeldet  wird,
20  Stahlkanonen  erbeutet.
Dex  Stello,  des  Uhef#  de#  Heealstallnn
.  un  Gle  Ferasschal-##nn.
(ir·.  I  s  I
Die  Minister  reisen!
London,  18.  Jan.  (Reuter.)  Ministerpräsident
  Briand  ist  gestern  hier  eingetroffen.  Die
„Times“  meldet  aus  Paris:  Die  Minister  der
Alliierten  kommen  heute  in  London  zusammen.

OJ.

 

Unser  Bild  zeigt  oben  links  König  Nilita
von  Montenegro,  nebenstehend  Königin  Milena,
rechts  Kronprinz  Danilo  von  Montenegro.  In

der  Mitte:  Der  Konak  des  montenegrinischen
Königs  in  Cetinie.  Unteres  Bild:  König  Nilita
  beobachtei  das  Feuer  seiner  Artillerie.

 

 

 

 

 

Monleuegro  auf  den  #Kuien.

Angebliche  Kapitulationsbedingungen.

Rotterdam,  19.  Jan.  Reuter  meldet  aus
Rom:  Die  Bedingungen  für  die  Kapitulation
seien,  daß  Montenegro  den  Lovcen  abtrete  und
dafür  einen  Hasen  im  Adriatischen  Meer  erhalte.
  Montenegro  bleibe  unabhängig.  Der
montencgrinische  Konsul  in  Rom  teilt  mit,  der
König  erließ  eine  Prollamation  an  sein  Voll,
worin  er  sagte:  Montenegro  hat  nur  die  Wahl
des  Unterganges  oder  der  Uebergabe.  (Z.)
„Wie  sag'ich'smeinem  Freunde?“
Paris,  19.  Jan.  Das  montenegrinische  Generalkonsulat
  veröffentlicht  folgende  Note:  Die
Blätter  melden,  daß  das  unglückliche  Montenegro
  sich  ins  Umwermeidliche  schicken  mußte.
nachdem  es  unter  ganz  besonders  ungünstigen
Umständen  heldenhaft  gegen  einen  zahlenmäßig
weit  überlegenen,  stark  bewaffneten  Feind
lämpfte.  Wenn  der  König  und  die  Regierung
nachgab,  so  muß  man  sicher  annehmen,  daß
die  Armee  die  letzte  Munition  verschoß  (1).  Sogar
  die  Flucht  wurde  umnöglich,  da  der  Feino
an  den  Grenzen  sland  und  es  wegen  der  erbit.
terten  Feindseligkeit  seilens  Albaniens  leinem
Ausweg  über  das  Meer  gab.  Wenn  die  serbische
  Armee  aus  Serbien  entlommen  tonnte.
so  hauen  doch  die  schwachen,  durch  Entbehrungen
aller  Art  erschopften  montenegrinischen  Truppen
lein  Mittel,  auf  dem  lefreundeten  Gebiet  Zu

 

flucht  zu  suchen.  Man  wird  über  die  Bedingungen,
  unter  denen  die  Feindseligkeiten  eingefnellt
  wurden.  Erörterungen  und  Schlußworte

zu  hören  bekommen.  Die  Einzelheiten  darüber
fllammen  ubrigens  von  seindlicher  Seite.  Man
wird  sogar  die  unglücklichen  Besiegten  miu
Schimpf  überhäufen,  aber  das  wird  weder  dem
Nuf  des  tapferen  kleinen  Montenegro,  noch  der
erhabenen  Heldenrolle,  welche  es  zu  seiner  Ehre
in  dem  großen  Krieg  spielte,  Abbruch  tun.
Montenegro  wird  dem  edlen  Frankreich,  welche
ihm  stets  an  ersier  Sielle  weitgehende  Hilfe
bot,  so  oit  Montenegro  die  herlömmliche
Freundschaft  anrief.  dankbar  bleiben.

Italienische  Stimmen.

Rom,  18.  Jan.  (Agentia  Stefani.)  Bei  Besprechung
  der  Uedergabe  Montenegros  sagt
„Giornale  d’Italia“:  Das  Ereignis  rief  eine
berechtigte  schnerzliche  Ueberraschung.  hervor.
denn  die  Annahme,  daß  solches  geschehen  lönne.
stand  in  einem  zu  starken  Widerspruch  mit  den
Ueberlieferungen  Monleuegros.  Das  Bla
erinnert,  daß  Momenegro  Skulari  obne  Widerland

  seitens  Oesterreich--Ungarns  in  Besitz  nahm,
dessen  Konsuls  sogar  den  montenegriniichen  Trup
pen  mit  einem  Willkommengruß  entgegenging
und  in  Skutari  verblieb,  welches  der  Mittelpunkt
rir  ungarischer  Umtriebe  in  Albanien
wurde.  Der  schnelle  Fall  des  Lowven  uberraschte
rlonders.  im  Zusammenhang  mit  der  Uebernahme
  der  Regierung.  in  Cetinje  durch  Muschko
witsch,  dessen  Hinneigung  zu  Oesterreich-Ungarn
keststehe.  Folglich  ist  anzunehmen,  daß  dereit
ein  Einverständnie  zmischen  Mien  und  Cetinje

 
     
 
    
   
 
 

 

auf  der  Grundlage  bestehe.  daß  der  Loween  an

Cei##  Ungarn  und  Stutari  an  Min  n.n⅝¼  53

falle.  Vielleicht  horse  Mon  en

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#.  Dezember.
in  die  ausmärtige

Aus  diesen  gingen  ine

Preife  über.  Vei  einigen  geri  rafugigen  Wun

schen  waren  darin  die  Lage  der  Gefangenen.

ihr  geradezu  glarnender  *&Wr  lster  and,  Un
72

Beb  Meruflegung  sehr
Ddier  ehter  Were
-  che  Fluch:
Kas  prei.  Lapre  er
icheinende.  ror  der  eimigenr  Rien  serung  gegrun
dete  Bels  isch  Dagtlad’-  von  11.  Jannar
bringt  einen  ertrubclen  Geschariftel.  -  wel
chem  es  jagt:  dazu  hälten  die  deiden  Augen
diener  der  Deunchen  nich:  nach  der  vuneburger
Heide  zu  reisen  brauchen.  uu  um  Genehmigun
ver  deulschen  Barbaten  solche  ungehorige  Dinar
berichten.  Das  wile  #an  duch  besser.
Uie  es  den  Geiangenen  in  Denichland  tatsach
lich  gehe.  Die  beiden  Berichternalter  vollbrach
ten  dabei  mit  oder  ohmr  Ablicht  eine  uble  Ta.
Eriens  hälen  sse  den  NAusl  ungerer  und  Brand
stifler  ihres  Landes  als  Menichein  dargeitell:.
man  er  nich!  sei  (7)1  leue  einen  Kaltwasse:
iurehl  aus  die  giliarore:  lichaft  der  Belgier  .
NOTHeHsJIIuItlknluuNcsthssk  angen
brauchten  nichle  mellr.  Arn  Vergellunge
wurden  Baron  Thyser9##e#t  und  Dr.  Ialnvor
  dar  (Gericht  des  Vollen  geladen.  Deutiche.
lann  wohl  nickt  ausgeiprochen  werden.  dan
oi##ziellen  leiguchen  Kreise  es  für  an  4
und  patriolisch  halten,  lieher  zu  lugen,  als
fur  Deutichland  urd  die  Derrichen  gum
Wahrheit  anzuerlennen,  auch  men  sie  von  #
nen  angesehenen  Land'leuten  kommt.  Mil
hungen  sollen  socche  unleaueme  Zeugen  miemt)
lot  gemacht  nerden.  Pant  darauf  nicht  l
niehr  da#  #llhamort  se  ihe  5°  la  1  uonn

       
 
 
 

serinunt.

   
  

 

 

 

  
 

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