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bie englische Kriegoerklärung hauptsächlich durch den Beitritt
der vereinigten Niederländer zur bewaffneten Neutralitaͤt
veranlatzt worden, hat sich genug erprobt. Wie konnte man
sich aber vorstellen, daß Rußland, bloß um der niederländischen
Republik willen, einen Krieg mit England aufangen
werde, und daß England den Russen selbst durch Hinwegnahme
ihrer Schiffe gewiß keine Veranlassung gebe, war
wohl vorausgusehen. Wie ließ sich viel auf einen Hof rechnen,
wo oft Alles von Launen eines Einzigen und von zufälliger
Minister-Gnade abhängt, wo überdies, ein sehr gescheirer
englischer Minister war, der auch das baare Geld
wohl zu brauchen wußte. In der That aber mußte man sich
auf Rußland allein verlassen, denn alle übrigen, zur bewaffneten
Neutralität gehörigen Mächte waren bier ohne Bedeutung.
Schweden hing von Rußland ab, Dänemark von England,
und Preußen hatte keine Seemacht.
Dem allem unerachtet waren Viele für den schnellen Zutritt
zur bewaffucten Neutralitär, und zu den Eifrigsten gehörte
auch der Pensionarius van Berckel, er, der
zu gleicher Zeit immer darauf besiand, England würde es
nicht wagen, den Niederländern den Krieg anzukündigen, und
also uneingeschränkt Convoyen gegeben wissen wollte. Mit
diesem Herrn aber hatte Rendorp nicht gar lange nach Antritt
seines Amts folgende Geschichte, die wahrscheinlich der
Grund des ganzen Hasses war, den dieser nachher gegen ihn
gefaßt.
Es war Nachmittags den 2. Mirz in Temmiucks Haust
eine Besoigne der Bürgermeister, und van Berckel brachte
hier in üller Hitze die Nachricht, die rüssische Koiserin habe
lbrem Gesandten ini Haag den Auftraz Fögeben, bie General-Staaken
zu versschern, daß sie nächstens zum mächtigen Beistande
deri Republik eine. Florte in vie Nordsee schicken würde.
Spittler's sämmtliche Werte. XIV. Bo. 21