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Verkehr zugelassen werden, in einer hierzu bestimmten Anstalt auf Kosten der Importeure
einer Quarantäne von vier Wochen zu unterwerfen.
Für die Einrichtung und den Betrieb der Quarantäneanstalten gelten die in der Anlage
— zusammengestellten Grundsätze.
Die nach bestandener Quarantäne in den freien Verkehr entlassenen Rinder, Schafe und
Schweine sind am Bestimmungsorte einer weiteren, die Eigenthümer in der Verfügung über
die Thiere nicht beschränkenden Beobachtung auf die Dauer von fünf Monaten zu unterwerfen.
Der Reichskanzler ist ermächtigt, für Wiederkäuer und Schweine aus solchen Ländern, in
denen die für diese Thiergattungen in Betracht kommenden Seuchen mit längerer Inkubationsdauer
nicht verbreitet sind, die Quarantänefrist auf zehn Tage herabzusetzen, und zwar
allgemein oder für einzelne Thiergattungen. Wird eine solche Anordnung für Rinder, Schafe
oder Schweine getroffen, so fällt zugleich für sie die unter II vorgeschriebene fünfmonatliche
Beobachtung fort.
Die Centralbehörde desjenigen Bundesstaates, in dessen Gebiet die Einfuhr zunächst erfolgt
(Grenzstaat), ist ermächtigt, im Einverständniß mit der Centralbehörde desjenigen Bundesstaates,
nach welchem die Sendung bestimmt ist, die Einfuhr von Zuchtthieren, von abgerichteten
Thieren und der nach zoologischen Gärten, Wildparks oder ähnlichen Anlagen bestimmten
Thiere ohne vorherige Quarantäne zu genehmigen, wenn die Thiere nicht mit quarantänepflichtigem
Vieh zusammen verladen gewesen sind.
Der letztgenannten Behörde bleibt es überlassen, je nach den Umständen des Falles
Kontrolmaßregeln am Bestimmungsorte für die ohne Quarantäne zugelassenen Thiere anzuordnen.
V. Diese Bestimmungen finden nur auf die Einfuhr von Wiederkäuern und Schweinen aus
denjenigen Ländern Anwendung, gegen welche weitergehende Beschränkungen (Einfuhrverbote))
nicht angeordnet sind.
VI. Diese Bestimmungen treten am 1. Oktober 1895 in Kraft.
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Grundsätze
für die Einrichtung und den Betrieb von See-Quarantäneanstalten für ausländisches Vieh.
1. Den Bundesstaaten ist anheimgestellt, entweder die Quarantäneanstalten selbst herzustellen und zu
verwalten, oder die Herstellung oder Verwaltung an Gemeinden oder Privatpersonen zu überlassen.
2. Die Quarantäneanstalten sind möglichst in der Nähe der für ausländisches Vieh bestimmten,
thunlichst nur für solches Vieh zu benutzenden Landungsplätze anzulegen. Liegen die Anstalten