Aufgebots-, Schiedsgerichtsverfahren. 111
e) Zahlungssperre, 88 1019 ff. Z.P.O., besonders wichtig
für den Fall, daß das Aufgebotsverfahren gemäß § 1015 Z.P.O.
noch nicht zulässig ist; es soll aber dann das Aufgebotsverfahren
binnen 6 Monaten nach Beseitigung des Hindernisses eingeleitet
werden, § 1022 Z.P.O. Veröffentlichung des Zahlungsverbotes,
8 1019, und seiner Erledigung, § 1022 Z.P.O.
f) Landesgesetzliche Besonderheiten, § 1023 Z.P.O.
4. Aufgebot im Erbrecht.
a) Zuständigkeit: Nachlaßgericht (bezw. das Amtsgericht,
in dessen Bezirk die Nachlaßbehörde ist), § 990 Z.P.O., §§ 1970 f.
B. G. B.
b) Antragsberechtigt: Erbe, Testamentsvollstrecker,
Nachlaßpfleger, § 9913. P. O, Ehemann der Erbin, § 999,
Unus pro omnibus, § 997 3.P. O. (vgl. § 2061 B. G. B.).
5. Aufgebot nach besonderen Reichsgesetzen, namentlich
Strandungs-O. v. 17. Mai 1874 §§ 26 f. Aufgebot im Kolonialrecht,
V.O. v. 1893, 1898, 1902.
6. Aufgebot nach Landesrecht; Zulässigkeit landesrechtlicher
Regelung, § 11 E.G. z. Z.P.O.; z. B. Pr. A.G. z. B. G. B. v. 20/9.
1899 a. 29. § 11 (Rentengüter); ogl. darüber § 11 Pr. A.G.ze.
C.P.O. v. 6./10. 1899. Zulässige Bestimmung eines Sonderamtegerichts
ib. § 10.
VII. Gerichtliche Mitwirkung beim schiebsrichterlichen
Verfahren — 88.
I. 1. Das Schiedsgericht besteht aus einer oder mehreren
Privatpersonen, denen die Entscheidung eines Rechtsstreites durch den
Willen der Parteien, der maßgebenden Interessenten (§ 1048 Z.P.O.),
oder auch durch eine diesen Willen ersetzende Gesetzesbestimmung oder
Gerichtshandlung überlassen worden ist.
2. Statthaftigkeit, §§ 1025—1027 3. P. O.
II. Gerichtliche Mitwirkung: prozessuale Beihilfetätigkeit.
1. Mitwirkung bei der Zusammensetzung des Schiedsgerichts.