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ren Fällen ist der Schmerz geringer, auf die Gebärmutter, oder die
Gegend des einen oder des anderen breiten Mutterbandes beschränkt;
der übrige Leib ist weich und gegen Berührung nicht empfindlich.
Ja es giebt Schwerkranke, die gar nicht über Schmerz klagen, und
bei denen höchstens ein tieferer Druck das Gefühl von Schmerz hervorruft.
Die Wochenreinigung ist in der Regel gestört. Der
Ausfluß wird sparsam, oder hört ganz auf, oder er ist reichlich,
aber übelriechend, stinkend. Waren Verletzungen am Damme, an
den Schamlippen, im Scheideneingange zugegen, so bekommen diese
ein übles, mißfarbiges Aussehen. Selbst ohne vorhergegangene Verwundung
bilden sich bisweilen Geschwüre an den äußeren Geschlechtstheilen.
Manchmal, aber gewöhnlich erst später im Verlaufe der Krankheit,
entsteht eine schmerzhafte Anschwellung am Schenkel, die
sich über das ganze Bein verbreiten kann und zuweilen beide Seiten
zugleich, oder eine nach der anderen befällt.
Bei jeder schweren Erkrankung pflegt die Milchabsonderung
in den Brüsten, bald langsamer, bald schneller zu versiegen.
Das Bewußtsein erhält sich oft bis zum letzten Augenblicke.
Manchmal aber tritt gegen das Ende der Krankheit Betäubung,
Irrereden ein. Je früher dies geschieht, um so größer ist die Gefahr.
g. 369.
Wenn bei einer Wöchnerin, auch ohne sonstige Krankheitserscheinungen,
ein Fieber über 5 bis 6 Stunden anhält,
oder wenn es gleich sehr heftig mit starkem Schüttelfroste
auftritt, und die Körperwärme bis auf 40 Grad und darüber steigt,
oder wenn außer dem Fieber noch andere Krankheitserscheimungen,
wie Schmerzen im Leibe, Empfindlichkeit gegen Druck,
Störungen der Wochenreinigung u. s. w. zugegen sind, so ist es die
Pflicht der Hebamme, sofort auf die Herbeirufung eines
Arztes zu dringen. Denn je früher die Hülfe kommt, um so
wirksamer ist sie, und die Zeit, wo hier geholfen werden kann, verstreicht
oft schnell.