Volltext : Meyers Fach-Lexika; Lexikon der deutschen Geschichte.

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seines  Oheims,  des  Herzogs  Friedrich  August
  goen  kinannt  un  machte  im
preußischen  Heer  die  Feldzüge  gegen  Frankreich
  seit  1792  mit.  FSeldüg  W600  nach
dem  Tod  seines  Oheims  in  den  Besitz  des
Fürstentums  Ols  gekommen,  nahm  er
806  an  der  Schlacht  bei  Auerstädt  teil  und
wurde  mit  Blüchers  Korps  in  Ratkau  gefangen.
  Als  sein  Vater  10.  Nov.  1806
seinen  Wunden  erlag,  kam  F.  zur  Regierung,
  verlor  aber  durch  Napoleons  Machtspruch
  sein  Erbland,  das  mit  dem  Königreich
  Westfalen  vereinigt  wurde.  Beim
Ausbruch  des  österreichisch-französischen
Kriegs  (1809)  warb  er  in  Böhmen  ein
reikorps,  mit  dem  er  in  Sachsen  einfiel,
ich,  nachdem  Osterreich  mit  Napoleon
Waffenstillstand  geschlossen,  bis  zur  Weser
durchschlug  und  glücklich  nach  England
gelangte.  Als  er  1813  in  sein  Land  zurückkehrte,
  ward  er  mit  Jubel  empfangen,
fand  aber  schon  16.  Juni  1815  bei  Quatrebras
  den  Tod.  Ihm  folgte  unter  englischer
  Vormundschaft  sein  Sohn  Karl.
Vgl.  Spehr,  F.  Wilhelm,  Herzog  von
Braunschweig  (2.  Aufl.  1861).
Hessen.
12)  F.  Wilhelm  I.,  Kurfürst  von
Hollen  einziger  Sohn  des  Kurfürsten  Wilelm
  II.  und  der  preußischen  Prinzessin
Auguste,  geb.  20.  Aug.  1802  zu  Hanau,  studierte
  in  Marburg  und  Leipzig  und  übernahm
  schon  30.  Sept.  1831  als  Mitregent
seines  Vaters  die  Regierung.  Da  ihm  die
freisinnige  Verfassung  von  1831  zuwider
war,  so  suchte  er  ihre  Wirkungen  abzuschwächen
  und  fand  an  Hassenpflug,  welchen
  er  jedoch  1837  entlassen  mußte,  Unterstützung.
  Nach  dem  Tod  seines  Vaters
(20.  Nov.  1847)  wollte  er  die  Verfassung
ganz  aufheben,  wurde  aber  darin  durch
die  Revolution  von  1848  gehindert.  Aber
kaum  schien  die  Bewegung  beendet,  so  berief
  F.  1850  Hassenpflug  wieder  ins  Ministerium.
  Als  die  Ständeversammlung
die  Forterhebung  der  direkten  Steuern  ohne
Budget  versagte,  wurde  sie  aufgelöst  und
über  das  Land  der  Belagerungszustand
verhängt.  Wegen  der  nun  entstehenden
Unruhen  zog  sich  F.  nach  Bockenheim  zurück
  und  veranlaßte  den  Einmarsch  eines
bayrisch-österreichischen  Korps  auf  Befehl

Friedrich  (Hessen,  Mecklenburg).

des  Bundes.  Preußen,  das  sich  ursprünglich
  zu  Gunsten  der  Ständeversammlung
hatte  känaschen  wollen,  gab  nach  dem  Zusammenstoß
  von  Bronnzell  (s.  d.)  nach,  und
kehrte  27.  D15  triumphierend  nach
assel  zurück.  Er  hob  die  Verfassung  von
1834  auf  und  führte  1852  eine  neue  ein,
nach  welcher  die  Volksvertretung  aus  zwei
Kammern  bestand.  Die  Zwistigkeiten  mit
den  Kammern  dauerten  fort,  auch  nachdem
  Hassenpflug  1855entlassen  war.  1860
führte  F.  eine  neue  Verfassung  ein,  gegen
welche  das  Land  lebhaften  Einspruch  erhob,
und  stellte  erst  1862  die  Verfassung  von
1831  wieder  her,  als  Preußen  sich  zum
Einmarsch  in  uhesiin  rüstete  und  der
Bundestag  es  F.  befahl.  Im  Kampf  zwischen
  Preußen  und  Osterreich  1866  stand
.  auf  seiten  dieses  Staats  und  verlor
866  sein  Land.  Er  ward  als  Staatsgefangener
  nach  Stettin  gebracht,  schloß  jedoch
  17.  Sept.  1867  mit  Preußen  einen
Vertrag,  nach  dem  er  gegen  eine  Geldentschädigung
  seine  Unterthanen  ihres  Eides
entband.  Seine  fortgesetzten  Angriffe  gegen
die  preußische  Herrs  aft  in  Hessen  veranlaßten
  jedoch  die  Regierung,  ihm  die  Nutznießung
  des  ihm  überwiesenen  Fideikommißvermögens
  zu  entziehen.  F.  starb  6.
Jan.  1875  zu  Prag.  Er  lebte  mit  Gertrud
  Falkenstein,  der  geschiedenen  Frau
eines  preußischen  Leutnants  Lehmann,  die
er  zur  Gräfin  von  Schaumburg  und  Fürstin
  von  Hanau  erhoben  hatte,  in  moranatischer
  Ehe.  Das  Anrecht  auf  das
zueeh  ging  auf  den  Landgraen
  Friedrich  von  Hessen  über,  der  sich
1873  mit  der  pgußi  chen  Regierung  ausgesöhnt
  hatte.  Vgl.  K.  G.  Färber,  Remiriszenzen
  an  den  letzten  deutschen  Kurfürsten
  (1877).  -
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.  F.  Franz  II.,  Großherzog  von
Mecklenburg-Schwerin,  Sohn  des  Großherzogs
  Paul  Friedrich  und  der  preußischen
  Prinzessin  Alexandrine,  geb.  28.
Febr.  1823,  studierte  in  Bonn  und  kam
nach  dem  Tod  seines  Vaters  7.  März  1842
zur  Regierung.  Scen  1848  und  neuerings
  seit  1872  wiederholt  machte  er  verebliche
  Versuche,  mit  den  Ständen  eine
eform  der  Verfassung  herbeizuführen.