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Herrn Bruders, Königs Eduard VI., seligen Andenkens mit
ganzer Zuneigung dem Reiche Engelland zugethan gewesen, so
habe ihn doch vorzüglich auch um der Religionsgleichbeit willen
ein besonderer Diensteifer für Eure königliche Würde bewogen.
Als geringfügigen Beweis seiner Gesinnungen überschickt
er hier einige Bücher, worin theils der Mißbrauch der
Messe widerlegt, theils auch einige Dekrete der Triemtischen
Spnode widerlegt sind. Schon im vorigen Julius hat mein
guädigster Fürst und Herr eben diese Bücher an den damals
zu Trient befindlichen Kardinal von Lothringen und auch an
den bei dem Pabst hoch und viel vermögenden Kardinal von
Augsburg geschickt, Beide überdieß berzlich vermahnt zur wahren
Religion und Gottseligkeit; von Beiden kam aber keine
Antwort.?)
Nun hat aber endlich, wie Euer königlichen Würde wohl
bekannt seyn mag, das bis 1563 fortgelangte Trientische Concilium
seine Endschaft erreicht, und es ist nichts geschehen, als
päbstliche Ceremonien und Mißbräuche sind auf's Neue bestätigt,
Götzendienst ist konfirmirt, die Frcunde des hochbciligen
goͤttlichen Worts sind mit schrecklichen Vermaledeiungen gebannt
worden, so daß wohl nichts Anderes zu fürchten ist,
denn daß der Pabst mit seinen Anhängern nach seinem alten
Hasse gegen die wahre Religion Alles aufbiete, um die wahre
Religion auszurotten.
Demnach ist es Pflichr, alle hohen Potentaten, Monarchen
und Könige und Fürsien und alle rechtgläubigen Menschen
*) Ich hatte anfangs im Sinne, das Ganze aus dem Lateinischen
so zu übersetzen, wie es nach damaligem Stpl Ahasv. Alinga
selbst übersetzt haben würde; allein, wie schon die Probe dieser
ersten Perioden zeigt, es würde unnütze weitläufig geworden
sepn. Ueberhaupt war einige Abkürzung des lateinischen Originals
durchaus nothwendig.
Spittler's sämmtliche Werke. XIV. Bb. 8