Zollordnung 88. 93—97 nicht mehr unterworfen, dagegen verbleibt es binsichtlich des Verkehrs
mit
5) Wein (welchem für den inländischen Verkehr ver Obstwein oder Obstmost
gleich zu achten it)
und
6) Brantwein aller Art
ganz bei den bisherigen Transport= und Controle-Vorschriften.
II. Die in Art. 36, Mt. 1 und 4 des Zollgesetzes vom 15. Mai 1838 enthaltenen Vorschriften,
wonach
a) die aus dem Auslande oder aus dem Grenzbezirke in das Innere des Landes
übergehenden Waaren mit den im Grenzbezirke empfangenen Abfertigungsscheinen
bis zum Bestimmungsorte begleitet seyn müssen,
b) Waarenführer und Handeltreibende bei dem Transporte zollpflichtiger fremder oder
gleichnamiger inländischer Waaren, auch außerhalb des Grenzbezirks, den Zoll-,
Steuer= oder Polizei-Bediensteten über die transportirten Waaren aufrichtige Auskunft
zu geben haben,
so wie die auf denselben Gegenstand bezügliche Bestimmung des §. 92 der Zollordnung
bleiben auch künftig allgemein in Kraft.
III. Die dem §. 98 der Zollordnung entsprechenden Vorschriften für den Waaren-Uebergang
aus einem Vereinsstaat in den anderen kommen namentlich auch für den Uebergang
von Wein (und Obstwein oder Obstmost), so wie für den Brantwein aller Art ferner
allgemein zur Anwendung.
Stuttgart den 17. Januar 1852.
Knapp.
MA
Gedbruckt bei G. Hasselbrint.