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ein stetes wildes Treiben dieser Factionen gegen einander;
keine konnte lange siegen, keine einen dauerhaften Frieden
zu Stande bringen. Doch blieb es bis 1266 nur ein Factionen-Krieg.
So bald aber Graf Guido, der Chef der Gi—
bellinen, um den großen Volkshaufen zu gewinnen, eine ordentliche
Zunft-Einrichtung entstehen ließ, änderte sich der
Kampf.
So viele Zünfte, so viele kleine Staaten, im Staat. Erst
waren ihrer nur zwölf; sieben größere und fünf geringere.
Bald aber kamen zu letzteren noch neun neue hinzu, so daß
sich die ganze Anzahl alsdenn beständig auf 21 belief, und
bald mußte sich jeder, auch wenn er von Adel war, zu irgend
einer Zunft einschreiben, sonst konnte er am Stadtregi,
ment keinen Antheil erhalten.
Storia de suoi tempi da Giov. Villani, Matt. Villani. Fil. Villani
(neueste Ausg.) T. I. II. Milano. 1729. kol.
Dino Compagni istoria florentina dall’ anno 1282—1312. Firen-2c.
1728. 4. Auch in Murat. Scr. rer. Ital. T. IX.
4. 5Offenbar war jetzt also das Volk zur größten Schleunigkeit
und Wirksamkeit der Insurrectionen organisirt. Der
Adel wurde von den wichtigsten Aemtern verdrängt, und sah
diesem allmäligen Verdrängen erst sorglos zu, weil er das
Interesse seines Standes über dem Interesse seiner eigenen
Factionen vergaß, Macht und Ehrgeiz der Volksparthie nicht
zu berechnen verstund, und gar zu sicher an seine eigene Unentbehrlichkeit
glaubte. Wie der Sturm schon recht hoch gestiegen
war, suchten sie endlich jedes Mittel, den Wind zu
gewinnen, und bequemten sich, selbst ihre Familien-Namen
abzulegen) und neue Namen anzunehmen. Allein der Ausgleichungs-Zeitpunkt
war leider schon vorüber, der Adel wurde