Kriegspredigt
predigt Sr. M. des Kaisers an Bord der „Hohenzollern“
Sonntag, den 20. Juli 1000.
„So lange Moses selne betenden hände emporhielt, siegte IIral:
wenn er aber seine hänbe niederließ, siegte Nmalek“. Bmen.
2. Mose 17, 11.
51 in ergreifendes Bild ift es, das unser heutiger Text uns vor die Secie
im malt. Da ziecht Israel hin, durch die Wüfste, vom Roten Mecre zum
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Schwerter klirren aufeinander, und ein heißes, blutiges Ringen beginnt im
lale Raphidim. Hber siehe, während der Kampf bin und her wogt, steigen
dle frommen 6ottesmänner Mole, Haron und hur hinauf auf Bergesbhöh: sie
strecken ihre hönde empor zum himmel: sie beten. Drunten im kale die
kämpfenbe Schar, droden auf dem Berge die betende Schar: das ist das hellige
schlachtenbild unseres lextes. —
Wer verstünde heute nicht, was es uns lagen will! Wiederum hat sich ja heldnischer
Hmalekiiergeist geregt im fernen lien; mit grosfer Macht und olel Cist.
mit Lengen und Morden will man den Durchzug europ#ischen Hhandels und
europäischen Geistes, will man bem Siegeszuge chriftlicher Sitte und christlichen
6Glaubens wehren. Und wiederum ist der Sottesbesehl ergangen: „Erwähle
dir Männer, zeuch aus und streite wider #malek “ Ein heißes, blutiges
Kingen hat begonnen. Schon stehen viele unferer Brüder im Feuer, und ihr
habt sie gesehen, die Tausende, die auf den Ruf: „kreiwlllige vor, wer will
des Reiches Hüter sein?“ jent sich sammeln, um mit fliegenden fahnen
mit elnzutreten in den Kampf. —
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