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sich auch diese nicht behaupten, der Imperialismus. Das ist
immer das Ende vom Lied.
Deutschland hat sich verhältnißmäßig, im Vergleich mit
Frankreich und Italien, eine ziemliche Unschuld bewahrt. In
jenen romanischen Ländern wurde das parlamentarische System so
weit mißbraucht, daß eine Consorteria von Deputirten der
Majorität in enger Verbindung mit den Ministern das Staatsvermögen
plündern und aus den Regalien und Staatsanleihen
ungeheure Summen in ihre Taschen lenken konnte. Von dieser
Corruption ist Preußen rein geblieben. Auch die Blutegel am
Staatsvermögen Oeslerreichs waren wenigstens nicht Volksvertreter.
Sehen wir von den Kammern der Mittel- uud Kleinstaaten ab,
die zu wenig in's Gewicht fallen und richten wir unsere Aufmerksamkeit
vorzugsweise auf das Abgeordnetenhaus in Berlin,
so ist an ihm zunächst zu tadeln, daß es zu sehr mit der Deputirtenkammer
in Paris hat wetteifern wollen, zu sehr auf die
Fechtweise der Pariser Opposition eingegangen ist und zu wenig
seinen Beruf, vor allem deutsch zu seyn, erkannt hat. Seitdem
sich dieses Haus dem Ministerium Bismarck gegenüber befand, hat
es sich zur fipen Idee gemacht, es müsse gegen das Ministerium
genau so energisch auftreten, wie einst die französische Deputirtenkammer
gegen das Ministerium Polignac. Obgleich das Haus
von vorn herein wissen konnte, Bismarck sey kein Polignac und
Wilhelm I auch kein Karl X, und obgleich die Erfahrung jedes
neuen Jahres, jeder neuen That der Regierung das Haus überzeugen
mußte, seine Voraussetzung sey irrig gewesen und die
reaktionäre Politik des Grafen Bismarck eine Illusion, so wollte
sich das Haus doch weder durch vernünftige Vorstellungen, noch
durch die klarsten Thatsachen belehren lassen und seinen Eigensinn
nicht ablegen.
Abgesehen von dem Ehrgeiz des jungen preußischen Parlaments,
welches an Feuereifer und Machtvergrößerungslust dem