General Marbot erzählt: Die erste Meldung, die ich von
dem hauptmann bald nach dem gegen ein Uhr erfolgten Eintreffen
auf seinem Dosten erhielt, besagte, daß weder bei
Mously und SOttignies oder noch weiter hinaus Truppen des
Marschalls zu bemerken wären, diese also vielleicht bei Limal,
Cimelette oder Wavre über den Hluß gehen würden.
Ich sandte diese Meldung dem Kaiser, welcher mir darauf
befehlen ließ, durch den bei St. Lambert stationierten Offizier
die Rekognoszierungen bis auf die eben genannten Orte ausdehnen
zu lassen.
Dies geschah, und nach einiger Seit schickte mir dieser
Offizier zu meiner größten Überraschung einige preußische
husaren neben einem COffizier, die er gefangen genommen
hatte und die mir sagten, daß sie als Hatrouille von der Vorhut
ihrer im Anmarsch begriffenen Armee vorgeschickt worden
wären. Ich ließ sie auf der Stelle zum Kaiser bringen, mit
der Meldung, daß ich mich infolge der Angabe der Gefangenen
augenblicklich mit einer Eskadron nach St. Lambert begeben
würde, um nähere Rufklärung zu schaffen.
Kls ich an Ort und Stelle angekommen war, bemerkte ich
alsbald eine starke Marschkolonne, die auf St. Lambert zukam.
Ich befahl hierauf sofort einem Offizier, verhängten
Sügels zum Kaiser zu reiten und die wichtige Entdeckung zu
melden, erhielt aber von demselben die Kntwort, ich solle
nur genauer hinsehen, denn diese Truppen könnten keine
anderen als die des Marschalls Grouchy sein, wie denn auch
die Gefangenen jedenfalls nur einer versprengten preußischen
Kbteilung angehören würden, welche die Dorhut des Marschalls
vor sich hergejagt hätte.
Doch mir wurde sehr bald das Gegenteil zur Gewißheit;
ich erkannte nicht nur beim Uäherkommen die preußischen
Uniformen, sondern kam auch gleich mit feindlichen husaren
und Ulanen, die den hohlweg passieren wollten, in Kampf.
Es gelang mir, dieselben zweimak zurückzuwerfen, schließlich
aber mußte ich der Übermacht weichen und den Rückzug antreten.
(HRemoiren des Generals Marbot.)
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