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der eigentlichen Stoßarmee unter General von Emmich das X. deutsche
Korps und die Ul. österreichische Kavalleriedivision. Bei der 4. österreichischen
Armee befand sich die 47. deutsche Reservedivision, die ihrer
frũheren Leistung wegen den Beinamen der „eisernen“ führte.
Diie eigentlichen Stoßtruppen waren bis auf Kriegsstärke frisch
aufgefüllt und in jeder Weise für ihre Aufgabe vorbereitet. Sie
führten etwa 700 Geschütze bei sich von der Feldkanone bis zum
50-cm-Mürser, ferner zahlreiche Minenwerfer, die hler zum ersten
Male Derwendung fanden, und waren vom besten Geiste beseelt, jeder
Anforderung und jeder Anstrengung gewacksen. Bis zum 1. Mai war
alles für den Angriff bereit. Es war eine ungeheure Arbeit bis
dahin geleistet worden. Fast der ganze Train war mit leichten österreichischen
Wagen versehen, Gefechtsstreifen für die einzelnen größeren
Truppenteile waren eingeteilt. Die Siele für die Artillerie waren
verteilt. Die Derpflegung war geordnet.
Am 1. Mai schoß sich die Artillerie ein, und am 2. Mai früh
begann, für die Russen ganz überraschend, durch zahlreiche Flugzeuge
unterstützt, das Wirkungsschießen, nachdem schon am 1. Mai der
linke Klügel der 4. österreichischen Armee, um den Feind irrezuführen
und abzulenken, den Übergang über den Dunajec begonnen hatte.
Um 10 Uhr folgte der Infanteriesturm. Er war überall erfolgreich.
Unaufhaltsam drang die Armee vor. Der Wisloka-Abschnitt wurde
schon am 5. Mai überschritten. Sugleich aber wies der Großfürst den
General Ewerth, der in Holen kommandierte, an, langsam auf das
Bergland von Kielce und die Opatowka zurückzugehen, um den Anschluß
an den rechten Flügel der 3. russischen Armee sicherzustellen.
Auch die 4. und 5. österreichische Armee Ratten sich im Vormarsch angeschlossen.
Der linke Klügel der Armee Josepk Ferdinand blieb zwar
beim Dorgehen zurück, weil die Russen hier besonderen Widerstand
leisteten, um den Susammenhang ihrer Schlachtordnung mit den
Truppen in Holen zu wahren, dafür aber verwandelte sich vor der
S. österreichischen Armee der Rückzug der Russen bald in Flucht, sobald
sie ihre Rückzugsstraßen bedroht sahen. Stäbe und Truppen
fielen der österreichischen 3. Armee in die Bände, an deren rechtem
Flügel das eskidenkorps focht. Die ganze russische Karpathenstellung
bis zum Uszoker Haß kam ins Wanken. Auch Boehm-Ermolli mit der
2. österreichischen Armee machte sich zum Dorgehen bereit. Die
3. Armee sollte weiterdrängen, die 4. mit den Hauptkräften über
Dilzno vorgehen, mit den übrigen Korps aber wie bisher nach
Norden sichern. General von Emmick setzte seine 20. Division auf
dem rechten Flügel ein und übernahm das Kommando über die dort
versammelten drei Divisionen des rechten Flügels. Die 10. Division
Ling auf den linken Flügel. Hier wurde auch die 56. Division Schach
von Wittenau eingesetzt, die neu hinzugekommen war. So ging es
ununterbrochen vorwärts.
Vom 2. bis 10. Mai wurden nicht weniger als 100000 Ge-