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und den Helden von Magenta es kein Entrinnen mehr geben
sollte. Der Tag von Beaumont hatte den Tag von Sedan
vorbereitet; ohne Beaumont wäre kein Sedan möglich gewesen.
Von diesem ruhmreichen Tage an hieß die Armee des
Kronprinzen die Maasarmee und zwar auf den Vorschlag
des Generalmajors von Schlotheim, der sich für diese Namengebung
auf die Benennung der Elbarmee bezog. Auch hier
kann man nicht umhin, dem Wandel der Zeiten in den vier
kurzen Jahren nachzudenken: Elbarmee — Maasarmee, welche
Fülle der Gegensätze, Einigungen, Weiterentwicklungen bergen
diese Namen nicht in sich! Das Hauptquartier, das sich bisher
mit der etwas umständlichen Bezeichnung „Armeeabteilung des
Kronprinzen von Sachsen“ beholfen hatte, war mit der neuen
aus den Verhältnissen gewachsenen Namengebung zufrieden.
25 Jahre später, am 30. August 1895, versammelte König
Albert alle diejenigen Offiziere, die bei Beaumont unter ihm
den Lorbeerkranz des Tages hatten erfechten helfen, zu einem
festlichen Mahle in seinem Schlosse zu Pillnitz und gedachte
der Vergangenheit in kernigen Worten.
Der Tag von Sedan brach heran und mit ihm kam
die Begleichung der alten Rechnung, die seit 1813—1814
noch nicht ihr Fazit erhalten hatte. Es würde zu weit
führen, den Anteil der Maasarmee, insbesondere der Sachsen
unter ihrem Herzog Georg eingehender zu schildern. Nachmittags
gegen 3 Uhr trafen sich Kronprinz Albert und sein
Bruder auf der Höhe von Daigny, die an diesem Tage der
Schauplatz heißer Kämpfe gewesen war, begrüßt vom stürmischen
Jubel der sächsischen Truppen, und dieser Jubel erneute
sich am folgenden Tage bei dem gesamten Heere, als
die beiden sächsischen Prinzen mit dem König von Preußen
die Bivouaks der deutschen Truppen um Sedan beritten.
An diesem glückverheißenden Tage wurde die Erzherzogin
Luisa Antonia von Osterreich-Toskana geboren, die nachmals
dem Prinzen Friedrich August von Sachsen, dem ältesten
Sohne des Prinzen Georg die Hand zum Ehebunde reichte
und heute schon längst in die Herzen der Sachsen hineingewachsen
ist. — Ein Vierteljahrhundert war seit jenem
glorreichen Tage von Sedan verflossen, als an die zu Dresden
gelegentlich der Sedanfeier versammelten alten Soldaten